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Tuesday, November 3, 2026

Inversionslage bringt Frost in die Schweiz

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  • Über der Schweiz hat sich eine Inversionslage eingerichtet: Unten ist es grau und kalt, oben sonnig und mild.
  • Die Obergrenze des Hochnebels sinkt von knapp 2000 Metern am Dienstag auf 700 bis 800 Meter am Samstag.
  • Frost droht vor allem in inneralpinen Tälern, die Nullgradgrenze steigt bis Samstag auf über 3000 Meter.

Über der Schweiz hat sich eine Inversionswetterlage eingerichtet. Das heisst: Die Temperatur nimmt mit der Höhe nicht ab, sondern zu. Unten grau und kalt, oben sonnig und mild.

«Während sich in den Niederungen kalte und häufig feuchte Luft ansammelt, ist es auf den Bergen teilweise deutlich wärmer und sonniger», sagt Meteorologe Peter Wick zu 20 Minuten. «Im Mittelland kann sich dadurch Nebel oder Hochnebel bilden, während oberhalb der Nebelgrenze herrliches Herbstwetter herrscht.»

Entstehen kann das, weil der Boden in klaren Nächten stark auskühlt, während sich darüber wärmere Luft hält. Die Schichtung wird stabil, der Luftaustausch zwischen unten und oben kommt zum Erliegen.

Ein Ausflug in die Berge könnte sich lohnen.

Ein Ausflug in die Berge könnte sich lohnen.Getty Images

Frost vor allem in den Alpentälern

«Mit Frost muss vor allem dort gerechnet werden, wo sich die Luft in klaren und windschwachen Nächten stark abkühlen kann», sagt Wick. «Besonders betroffen sind inneralpine Täler.» Dort seien Temperaturen um den Gefrierpunkt oder darunter möglich.

Unter einer geschlossenen Hochnebeldecke bleibt es nachts dagegen meist knapp frostfrei, bei 1 bis 5 Grad – tagsüber dafür entsprechend kühl. Vor allem, solange die Bise weht. Am Dienstag erreichte das Mittelland 5 bis 9 Grad, die Westschweiz rund 8. Auf der Alpensüdseite waren es 14 Grad.

Die Nebeldecke sinkt jeden Tag tiefer

Wer über den Nebel will, muss von Tag zu Tag weniger weit hinauf. Die Obergrenze des Hochnebels liegt laut Wick am Dienstag bei knapp 2000 Metern, am Mittwoch bei rund 1500, am Donnerstag bei 1200 und am Freitag bei knapp 1000 Metern. «Am Samstag sehe ich eher Nebel oder tiefen Hochnebel bei ca. 700 bis 800 Metern.»

Die Chancen, dass sich die Decke tagsüber auflöst, sind am Dienstag und Mittwoch gering. Von Donnerstag bis Samstag könnte es zeitweise gelingen.

In den Bergen wird es derweil täglich milder: Bis Samstag steigt die Nullgradgrenze auf über 3000 Meter. Am Sonntag erwartet Wick eine allmähliche Umstellung der Wetterlage.

Trotz der Frostnächte relativiert der Meteorologe: «Von einem markanten Kälteeinbruch kann man nicht sprechen.» Es handle sich um eine typische herbstliche Wetterlage, bei der es in den Niederungen kühler sein könne als auf den Bergen. Für den November sei das nichts Aussergewöhnliches.

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Konstantin Furrer

Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

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