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Thursday, October 29, 2026

GZSZ-Star bedroht: Anne Menden schaltete Polizei ein

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Seit über 20 Jahren bei GZSZ: Anne Menden. (Foto: RTL / Anna Riedel)

Sie habe nahezu schon alles erlebt, sagt Anne Menden - "von sexuellen Übergriffen im Netz bis hin zu Morddrohungen". Ein Vorfall habe sogar dazu geführt, dass sie die Polizei informierte, so die GZSZ-Darstellerin. Sie und die Macher der RTL-Serie wollen für das Thema digitale Gewalt sensibilisieren.

Nach einer Bedrohung hat die aus der RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (GZSZ) bekannte Schauspielerin Anne Menden die Polizei eingeschaltet und ihr Zuhause mit Kameras und Alarmsystemen gesichert. Davon berichtet die Darstellerin der Emily Höfer in einem Doppelinterview mit ihrer Serienkollegin Josefin Bressel, das RTL veröffentlicht hat.

Anlass ist eine Zusammenarbeit von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (montags bis freitags um 19.40 Uhr bei RTL und eine Woche vorab auf RTL+) mit der Organisation "HateAid". In der Serie wird Alicia, gespielt von Bressel, Opfer digitaler Gewalt. Laut RTL wollen die Macher damit für das Thema sensibilisieren und Betroffenen Mut machen.

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Auch Josefin Bressel meldet sich zu Wort. (Foto: RTL / Anna Riedel)

Beide Schauspielerinnen kennen die Problematik allerdings nicht nur aus dem Drehbuch. "Es gab kürzlich bei Gustav und mir einen Fall, wo wir tatsächlich auch zur Polizei gehen mussten", schildert Menden. Mit Gustav ist ihr Lebensgefährte Gustav Masurek gemeint, mit dem sie einen im Februar geborenen Sohn hat.

"Kann den Leuten nicht in den Kopf gucken"

Nach dem Vorfall habe sich ihr Leben spürbar verändert, erklärt die 41-Jährige. Ihr Partner habe sich darum bemüht, sie nicht allein zu lassen. Zur Arbeit sei sie nur in Begleitung gefahren, der Live-Standort sei stets eingeschaltet gewesen. Mit dem Hund hätten sie morgens erst das Haus verlassen, wenn es hell gewesen sei. Rund drei Wochen sei das so gegangen.

"Man kann den Leuten nicht in den Kopf gucken und muss einschätzen, wie ernst eine Drohung ist", sagt Menden. "Das hat unseren Alltag in der freien Bewegung eingeschränkt", ergänzt sie. Ein Einzelfall sei dies nicht. "Ich glaube, ich hatte schon die ganze Bandbreite: von sexuellen Übergriffen im Netz bis hin zu Morddrohungen", erklärt die Schauspielerin. Hinzu kämen manipulierte Bilder und erfundene Geschichten.

Besonders getroffen habe sie eine Falschmeldung, für die ein Foto von ihr missbraucht worden sei, führt Menden aus. Darauf sei sie im Krankenhaus dargestellt worden, verbunden mit der Behauptung, sie und Masurek hätten ihr Kind verloren. Kurz darauf seien Beileidsbekundungen von Bekannten und Followern eingetroffen. Sogar Masureks Vater sei an seinem Arbeitsplatz darauf angesprochen worden.

"Viele können gar nicht auseinanderhalten: Ist das jetzt ein Deepfake oder nicht? Und was löst du da für Ängste in Menschen aus?", erklärt Menden. Die Lüge habe sie lange nicht losgelassen: "Ich habe an dem Tag so viel geweint und habe nächtelang nicht schlafen können, weil mich das richtig verfolgt hat."

Bressel auf Facebook für tot erklärt

Josefin Bressel berichtet, dass sie Ähnliches erlebt habe. Auf Facebook habe sie gelesen, dass sie nach langer Krankheit gestorben sei. "Jetzt ist eine Grenze überschritten. Das betrifft das wahre Leben, damit macht man einfach keine Witze", sagt die Berlinerin.

Menden erläutert, dass sie sich gegen beleidigende Kommentare inzwischen offensiv zur Wehr setze. Manchmal mache sie Videos daraus, das helfe ihr, funktioniere aber nicht immer. Prominenz sei kein Freibrief, findet sie. Niemand dürfe sie "als Punchingball für den eigenen Frust benutzen", erklärt sie und fügt an: "Ich habe nirgendwo einen Vertrag unterschrieben, dass man mich beleidigen darf."

Von den sozialen Netzwerken fordert Menden ein einfacheres System, um Grenzüberschreitungen zu melden. Gerade bei persönlichen Bedrohungen und manipulierten Inhalten dürfe es nicht so schwer sein, Hilfe zu bekommen.

Die Schauspielerin betont, dass vieles, was Betroffenen im Netz widerfahre, strafbar sein könne. Man habe das Recht, Anzeige zu erstatten und sich Unterstützung zu suchen. Ihre Botschaft: "Ihr seid nicht allein und habt jedes Recht, euch zu wehren." "HateAid" bietet laut RTL eine kostenlose und unverbindliche Beratung an.

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