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Monday, October 26, 2026

Attacke mit Tequila-Flasche: Verurteilter Chris Brown entgeht Haftstrafe

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Attacke mit Tequila-FlascheVerurteilter Chris Brown entgeht Haftstrafe

26.10.2026, 16:56 Uhr

Mit einer Tequila-Flasche geht Chris Brown 2023 in einem Londoner Nachtclub auf einen Musikproduzenten los. Nun verurteilt ein Gericht den US-Sänger zu einer Bewährungsstrafe. Bei der Urteilsverkündung spielt auch seine gewalttätige Vergangenheit eine Rolle.

Chris Brown ist nach einem gewalttätigen Angriff auf einen Musikproduzenten in einem Londoner Nachtclub zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der US-Sänger erhielt am Montag am Southwark Crown Court eine achtmonatige Haftstrafe, die für zwölf Monate zur Bewährung ausgesetzt wurde. Damit bleibt ihm ein Gefängnisaufenthalt erspart, wie unter anderem die BBC berichtet.

Der Vorfall ereignete sich am 19. Februar 2023 im Londoner Promi-Club Tape im Stadtteil Mayfair. Gegen drei Uhr morgens ging Brown im VIP-Bereich auf den Musikproduzenten Abraham "Abe" Diaw los. Auf Überwachungsaufnahmen, die während des Prozesses gezeigt wurden, ist zu sehen, wie der Musiker viermal mit einer Tequila-Flasche zuschlägt und Diaw dabei zweimal am Kopf trifft. Die Staatsanwältin bezeichnete den Einsatz der schweren Flasche als "eindeutig gefährlich". Diaw erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma und musste im Krankenhaus behandelt werden.

An dem Angriff war auch Browns Gesangscoach Omololu Akinlolu beteiligt. Der 40-jährige Rapper aus Florida musste sich ebenfalls vor Gericht verantworten. "Sie setzten ihren Angriff fort, während das Opfer versuchte, durch den Club zu fliehen", erklärte die britische Anklagebehörde CPS. Diaw sei anschließend, als er bereits wehrlos am Boden lag, weiter getreten worden. Den Tritt schrieb der Richter Akinlolu zu. Er erhielt eine viermonatige Haftstrafe, ebenfalls auf Bewährung.

Richter verweigert Promi-Bonus

Bei der Urteilsverkündung berücksichtigte Richter Tony Baumgartner auch Browns Vergangenheit. Der Sänger war bereits 2009 und 2013 wegen Gewaltdelikten auffällig geworden - unter anderem an seiner damaligen Partnerin Rihanna. Zu seinen Gunsten wertete das Gericht hingegen, dass er sich an seine Kautionsauflagen gehalten hatte und sein Rückfallrisiko als gering eingeschätzt wurde. Sein Prominentenstatus sollte sich jedoch nicht strafmildernd auswirken. Der Richter machte deutlich, dass Brown weder wegen seiner Bekanntheit noch aufgrund seines kommerziellen Erfolgs eine Sonderbehandlung erwarten könne.

Bereits im Juli hatte sich der vierfache Vater des Straftatbestands "affray" schuldig bekannt. Darunter versteht das britische Recht die Anwendung oder Androhung von Gewalt, durch die andere Menschen um ihre Sicherheit fürchten müssen.

Browns Anwältin bezeichnete die Attacke als "hässlichen" Vorfall, der höchstens 20 Sekunden gedauert habe. Ihr Mandant entschuldige sich zutiefst bei allen Menschen, die sich damals in dem Club aufgehalten hätten. Nach seinem Schuldeingeständnis ließ die Staatsanwaltschaft schwerere Anklagepunkte, darunter den Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung, fallen.

Obwohl sich der Angriff bereits im Februar 2023 ereignet hatte, erfolgte Browns Festnahme erst mehr als zwei Jahre später. Sowohl der Sänger als auch Diaw hatten Großbritannien nach der Tat verlassen. Als Brown im Mai 2025 für einen Konzertauftritt nach Manchester zurückkehrte, wurde er festgenommen. Gegen eine Sicherheitsleistung von fünf Millionen Pfund kam er wieder frei und durfte seine Welttournee fortsetzen.

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