Was meint der US-Präsident?: Bericht zu Energie-Deal: "Trump ist wirklich wütend"

Was meint der US-Präsident?Bericht zu Energie-Deal: "Trump ist wirklich wütend"
12.10.2026, 14:23 Uhr

Am Sonntag verkündet US-Präsident Trump eine Energie-Waffenruhe zwischen Kiew und Moskau. Die Ukraine weiß bis dahin von nichts, und offenbar ist auch der Begriff der Waffenruhe erklärungsbedürftig. Laut einem US-Bericht würde vor allem Moskau profitieren.
Ein Beamter des Weißen Hauses hat spezifiziert, was US-Präsident Donald Trump offenbar unter einer "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine versteht. Wie das Portal Axios schreibt, handelt es sich dabei um einen einseitigen Deal zugunsten Moskaus. Trump gehe es nicht um ein Ende der Angriffe auf die gesamte Energieinfrastruktur, sondern lediglich um Ölraffinerien.
"Axios" stützt sich dabei auf eine Aussage des Beamten zur jüngsten Erklärung Trumps über die angebliche Energie-Waffenruhe, von der die Ukraine selbst überrascht wurde: "Am Sonntag verkündete Präsident Trump einen 'Energiewaffenstillstand'. Er bezog sich dabei auf ein mögliches Abkommen, in dem sich beide Seiten verpflichten würden, die Angriffe auf Ölraffinerien einzustellen", so der Mitarbeiter aus dem Weißen Haus. Erst wenn die Angriffe auf Ölraffinerien aufhörten, könnte der nächste Schritt folgen: eine Vereinbarung zur Beendigung von Angriffen auf Kraftwerke und Energienetze.
Wie ein ukrainischer Beamter "Axios" sagte, verfügt die Ukraine allerdings nur über eine einzige Ölraffinerie. Diese sei zudem von den Russen wiederholt angegriffen worden und nicht voll funktionsfähig. Russland hingegen besitzt ein umfangreiches Netz von Raffinerien.
Als Reaktion auf die massiven russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur - was im Winter zu extremen Härten führte - hat die Ukraine zuletzt verstärkt russische Raffinerien sowie Öl- und Gasförderanlagen angegriffen. Ein Ziel Kiews ist es dabei, eine wichtige Geldquelle des Kreml zur Finanzierung des Krieges auszutrocknen. Tatsächlich führten die Angriffe zu einer deutlichen Verknappung von Benzin und Diesel in Russland und zu einem Diesel-Exportverbot im Sommer. Auch der Unmut der Russen, der sich bislang trotz des Krieges in Grenzen hielt, wuchs angesichts langer Schlangen vor Tankstellen und Rationierungen beim Verkauf von Treibstoff.
Laut "Axios" warnt der Beamte des Weißen Hauses nun, dass die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien der Beziehung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Trump mehr schadeten als Russland selbst. "Trump ist wirklich wütend. Er glaubt, Selenskyj nehme die US-Hilfe als selbstverständlich hin."
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.