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Friday, September 25, 2026

Baselbiet plant drei neue Deponien für Abfälle

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  • Der Kanton Basel-Landschaft will drei neue Deponien an verschiedenen Standorten im kantonalen Richtplan aufnehmen.
  • Der Regierungsrat hat den Entwurf der Landratsvorlage veröffentlicht – die Öffentlichkeit kann bis zum 31. Januar 2027 Stellung beziehen.
  • Mit allen Standorten zusammen wäre ein Deponievolumen von rund 24 Millionen Kubikmetern möglich – der Regierungsrat rechnet mit Kosten von rund 500’000 Franken.

Der Kanton Basel-Landschaft will gleich drei neue Deponien an verschiedenen Standorten im Richtplan festlegen. Den entsprechenden Entwurf der Landratsvorlage hat der Regierungsrat veröffentlicht. Nun hat die Öffentlichkeit Zeit bis zum 31. Januar 2027, um dazu Stellung zu beziehen, wie der Kanton mitteilt.

Einerseits soll das Gebiet Langacher in Arisdorf BL neu im kantonalen Richtplan als Abbau- und Deponiestandort festgelegt werden. Künftig will die Schweizer Salinen AG in Arisdorf Ton und das Gestein Opalinuston abbauen. Gemäss Kanton hat eine systematische Evaluation ergeben, dass sich dieser Standort am besten für den Abbau eignet. Die Schweizer Salinen AG will damit ausgebeutete Salzkavernen verfüllen.

Entsorgungssicherheit erhöhen

Mit diesem Vorhaben will der Kanton die «Entsorgungssicherheit für schwach und wenig verschmutztes Aushubmaterial und für nicht verwertbare Rückbaustoffe erhöhen». Durch den Abbau entstehe in der Tongrube ein Leervolumen, das mit nicht verwertbaren, mineralischen Bauabfällen befüllt werden könne.

Ausserdem sind in der «Kantonalen Abfall- und Ressourcenplanung Basel-Landschaft und Basel-Stadt 2023» verschiedene Ziele festgehalten. Einerseits soll aus der Abfallwirtschaft eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft werden, andererseits muss auch die Entsorgungssicherheit für nicht verwertbare Abfälle gewährleistet sein.

«Leisiboden» festlegen, «Schäftlete/Chlus» löschen

In diesem Zusammenhang soll der Standort «Leisiboden» als Deponiestandort A festgelegt werden und der Standort «Schäftlete/Chlus» im Richtplan gelöscht werden. Dies habe eine detaillierte Evaluierung beider Standorte ergeben, die im Jahr 2018 in Auftrag gegeben wurde.

Weiter soll eine eigene Deponie B basierend auf der kantonalen Abfall- und Ressourcenplanung Basel-Landschaft und Basel-Stadt 2023 betrieben werden. Dafür habe sich der Standort «Elbis» im Gebiet der Deponieanlage Elbisgraben in Füllinsdorf als geeignet erwiesen.

Kosten auf 500’000 Franken geschätzt

Schliesslich soll der kantonsübergreifende Standort «Gauset» in Reigoldswil BL und Seewen SO als Zwischenergebnis im Richtplan aufgenommen werden. Abklärungen der letzten drei Jahre in Bezug auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Deponie mit dem Kanton Solothurn hätten zu diesem Zwischenergebnis geführt.

Mit den bisherigen und den neu festgesetzten Deponiestandorten sei ein Deponievolumen von rund 24 Millionen Kubikmetern möglich. Allerdings werden die offiziellen Deponiekennzahlen erst in der Nutzungsplanung abschliessend festgelegt. Für Planung, Zonenplanverfahren sowie Vor- und Bauprojekt rechnet der Regierungsrat mit rund 500’000 Franken.

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Lisa Arnold

Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.

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