Google und Xreal: Neue Android-XR-Brille startet für 1099 Dollar
Die in enger Zusammenarbeit mit Google entwickelte Computerbrille Xreal Aura startet offiziell in vier Ländern: den USA, Kanada, Japan und Südkorea. Sie wird in zwei Varianten angeboten: mit 12 GByte RAM und 256 GByte Speicher für 1279 US-Dollar sowie mit 16 GByte RAM und 512 GByte Speicher für 1499 US-Dollar. Bis Ende Dezember 2026 gelten reduzierte Einführungspreise von 1099 beziehungsweise 1299 US-Dollar. Die Auslieferung soll Mitte November beginnen. Weitere Märkte sollen 2027 folgen; ob die EU dazugehört, hat Xreal noch nicht bestätigt.
Xreal Aura läuft auf Basis von Android XR, Googles Android-Version für Computerbrillen. Nach dem VR-Headset Samsung Galaxy XR ist sie bereits das zweite Gerät mit dem Betriebssystem, fällt mit ihrem Sonnenbrillen-Design und rund 95 Gramm jedoch deutlich leichter und kompakter aus. Möglich macht das eine Split-Architektur, bei der die Hauptrecheneinheit und der Akku in einen kabelgebundenen Taschencomputer ausgelagert sind.
Eher „Raumcomputer“ als Display-Brille
Technisch geht Xreal Aura über die bisherigen Display-Brillen des Herstellers hinaus, da sie von Haus aus Apps und Spiele, virtuelle Kinoleinwände sowie 3D-Inhalte im Raum verankern und darstellen kann. Xreal vermarktet das Gerät daher als alltagstauglichere Variante „räumlicher Computer“ wie der Apple Vision Pro oder der Samsung Galaxy XR. Die beiden Headsets sind deutlich größer und schwerer und stellen die Außenwelt über Kameras und Displays dar, während Nutzer bei der Aura direkt durch transparente Gläser sehen. Dafür fällt das Sichtfeld der Aura mit 70 Grad schmaler aus und es fehlt die Blickverfolgung.
Steuern lässt sich die Brille mit Gemini-Sprachbefehlen, per Handtracking, über das Trackpad des Taschencomputers oder mit einem Gamecontroller. Bei der Rechenleistung übertrifft Aura die Samsung-Brille, da sie Qualcomms neuesten XR-Chip Snapdragon Reality Elite nutzt.
Erste Eindrücke und Konkurrenz durch Meta
Zum Marktstart kündigt Xreal mehr als 150 speziell für XR entwickelte Erlebnisse und Apps an, darunter Project Hail Mary und eine Mixed-Reality-Version von Fallout: Factions. Als Zubehör stellt Xreal einen Gamecontroller mit Gemini-Taste sowie eine kabellose Tastatur für die Arbeit mit mehreren virtuellen Fenstern vor. Wie bei anderen Display-Brillen lassen sich zudem Notebooks und Gaming-Handhelds über USB-C anschließen und deren Bildschirminhalte auf einem großen virtuellen Monitor darstellen.
Heise-Autor Josef Erl konnte die Brille bei einer Xreal-Veranstaltung in London ausprobieren. Besonders überzeugten ihn die klare Bilddarstellung und das stabile Handtracking, während er das Sichtfeld mitunter als einschränkend empfand. Im Vergleich zu bisherigen Xreal-Modellen trage sich die Aura deutlich angenehmer und sei weniger frontlastig.
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Am ehesten vergleichbar mit der Xreal Aura sind Metas kommende VR Glasses. Sie sind ähnlich kompakt und leicht und setzen ebenfalls auf eine Split-Architektur und Qualcomms Premium-Chip. Anders als die Aura stellen die VR Glasses die Umgebung über Video-Passthrough dar. Preislich bewegen sich beide Geräte in einer ähnlichen Größenordnung: Meta nennt für die VR Glasses 1299 US-Dollar, sie sollen aber erst im Frühjahr 2027 erscheinen.
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