Warum die Telekom Elon Musk fürchtet
Telekom-Chef Timotheus Höttges will den Konzern mit künstlicher Intelligenz umbauen. Zugleich hält er einen Einstieg von Elon Musk in den Mobilfunkmarkt für möglich.
03.11.2026 | 0:25 minWenn Timotheus Höttges über die Zukunft der Telekommunikation spricht, fällt gerade in diesen Tagen erstaunlich oft der Name Elon Musk. Der Chef der Deutschen Telekom sieht in dem US-Unternehmer nicht nur einen weiteren Wettbewerber, sondern eine potenzielle Gefahr für das gesamte Geschäftsmodell der Branche. Bei einer Veranstaltung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf sagte der Manager:
Dass ich mich noch einmal mit dem größten Unternehmer des Jahrtausends auseinandersetzen muss, das hatte ich nicht auf dem Radar.
Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom
Musks SpaceX will in den US-Mobilfunkmarkt - Sorgen bei der Telekom
Vor einigen Wochen waren Telekommunikationsaktien unter Druck geraten, darunter auch die Aktien der Telekom und der Tochter T-Mobile US. Der Grund: SpaceX hatte angekündigt, in den Mobilfunkmarkt in den USA eingreifen zu wollen.
Die Weltraumfirma SpaceX schreibt Geschichte mit einem Rekord-Börsengang und macht Elon Musk fast ein Vierteljahrhundert nach Gründung damit zum weltweit ersten Billionär.
12.06.2026 | 2:40 minMit den Frequenzen will das Unternehmen - sollte es die Genehmigung der zuständigen US-Behörden erhalten - Starlink Mobile zu einem Mobilfunknetz ausbauen, das Satellitenverbindungen und terrestrische Infrastruktur kombiniert. Damit soll die Versorgung bis dato schlecht erschlossener Gebiete verbessert werden.
Bislang ist Starlink dafür meist auf Kooperationen mit klassischen Anbietern wie T-Mobile angewiesen. Umgekehrt kooperiert auch die Deutsche Telekom bei einem satellitengestützten Mobilfunkdienst mit Starlink, der 2028 an den Start gehen soll.
Datenmengen wachsen rasant, Rechenzentren stoßen an ihre Grenzen. Eine Idee: Server im All. ZDFheute live erklärt die Vor- und Nachteile.
05.02.2026 | 11:41 minWill Musk eine globale Kommunikationsplattform schaffen?
In der Branche werde gemunkelt, dass Musk den Telekommunikationsanbieter Verizon übernehmen könnte, sagte Höttges in Düsseldorf und verwies darauf, dass das eigene, börsennotierte Geschäft in den USA ebenfalls eines der Ziele in einem solchen, bislang noch sehr theoretischen Szenario sein könne:
Wir sind auch börsennotiert in Amerika. Also auch wir könnten ein potenzieller Kandidat sein.
Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom
Aus Sicht des Telekom-Chefs verfolgt Musk dabei ein viel größeres Ziel als das klassische Mobilfunkgeschäft. Mit Starlink-Satelliten, Raumfahrt, Rechenzentren, Künstlicher Intelligenz und Mobilfunk entstehe eine globale Kommunikationsplattform aus einer Hand.
Mit dem Starlink-Satellitennetzwerk von Elon Musk wird es voll am Nachthimmel.
18.11.2020 | 11:27 min"Wenn wir das alles machen würden, würde man mich für verrückt erklären", sagte Höttges mit Blick auf die Vielzahl der Geschäftsfelder. Bei Musk werde ein solches Vorhaben dagegen als große Vision betrachtet. "Der kriegt für alles momentan Geld."
Telekom-Chef Timotheus Höttges fürchtet die Konkurrenz durch Elon Musks Starlink-Unternehmen.
Quelle: ddpTelekom-Chef Höttges befürchtet Bedeutungsverlust Europas
Was das alles am Ende für die Verbraucher bedeutet, lässt sich derzeit nicht seriös beantworten. Der Markt jedenfalls scheint vor einem Umbruch zu stehen. Für den Telekom-Chef, der Ende 2028 aus dem Amt scheiden wird, geht es dabei um weit mehr als Mobilfunktarife.
Die eigentliche Frage sei, ob Europa künftig noch eigene digitale Champions hervorbringe oder bei zentralen Technologien zunehmend von amerikanischen Plattformen abhängig werde. Europa habe "die Konsolidierung verpasst" und drohe nun im Wettbewerb mit Konzernen wie denen von Elon Musk weiter an Bedeutung zu verlieren.
Die Deutsche Telekom hat gemeinsam mit dem amerikanischen KI-Chip-Hersteller Nvidia heute in München eine neue KI-Fabrik eröffnet – laut eigener Aussage eine der größten in Europa.
04.02.2026 | 1:36 minKioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.