Mehrere Brände in der Hauptstadtregion – 249 Drohnen abgeschossen: Ukraine bläst zum Grossangriff auf Moskau
Mehrere Brände in der Hauptstadtregion – 249 Drohnen abgeschossen
Ukraine bläst zum Grossangriff auf Moskau
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht Moskau und Umgebung getroffen. Gegen 250 Drohnen wurden laut offiziellen Angaben abgefangen, doch Brände zerstörten wichtige Infrastruktur, darunter die Moskauer Raffinerie und ein Logistikzentrum in Sofino.
Publiziert: vor 14 Minuten
Aktualisiert: vor 8 Minuten
Darum gehts
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- Russlands Hauptstadtregion in der Nacht auf Sonntag von 249 Drohnen angegriffen
- Trümmer und Treffer fordern zwei Tote, schwere Schäden in Ramenskoje und Sofino
- 400 Anwohner evakuiert, mindestens 20 Fahrzeuge vor Wohnhaus zerstört
Guido FelderAusland-Redaktor
Die Region rund um die russische Hauptstadt ist in der Nacht zum Sonntag Ziel eines der umfangreichsten Angriffe seit Kriegsbeginn geworden. Zwischen 3 und 5 Uhr fingen die russische Luftverteidigung und elektronische Kampfsysteme nach offiziellen Angaben Moskaus insgesamt 249 Drohnen ab. Trotz der hohen Abschussquote forderten herabstürzende Trümmer und direkte Treffer mindestens zwei Todesopfer, mehrere Verletzte und schwere Schäden an Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.
Besonders dramatisch war die Lage im Bezirk Ramenskoje, wo eine Drohne ein 21-stöckiges Wohnhaus traf und in Brand setzte. Einsatzkräfte mussten 400 Anwohner – darunter 70 Kinder – evakuieren. Vor dem Gebäude wurden mindestens 20 Fahrzeuge zerstört oder schwer beschädigt.
Raffinerie getroffen
Unter den getroffenen Zielen befindet sich die Raffinerie Moskau, wo ein Feuer ausbrach, sowie ein Wärmekraftwerk in Ljubertzy. Besonders schwere Zerstörungen gab es im Industriegebiet Sofino in der Oblast Moskau. Nach einem Einschlag geriet der weitläufige Logistikkomplex «Sovremennye Skladskie Tekhnologii» in Vollbrand. Rettungskräfte mussten eine Grossevakuierung einleiten; zahlreiche Arbeiter und Lastwagen wurden aus der Gefahrenzone gebracht.
In einem seltenen direkten Statement übernahm das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point die Verantwortung für diesen Schlag. Der Komplex sei gezielt mit eigenen FP-1-Langstreckendrohnen angegriffen und zerstört worden.
Der Grossangriff erfolgte am Tag, an dem die Russen ein neues Parlament wählen.
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