Dürre hält die Schweiz im Griff – und Regen bleibt weiterhin aus

- Die Schweiz leidet nach einem extrem heissen und trockenen Sommer weiter unter einem massiven Niederschlagsdefizit.
- MeteoSwiss-Meteorologe Adrien Michel spricht von rund drei Monaten fehlendem Regen – und auch der September gehört zu den trockensten seit Messbeginn.
- Bauern und Fischer leiden: Futterpflanzen keimen nicht, Raps wächst schlecht, und bis mindestens 4. Oktober bleibt trockenes Hochdruckwetter bestimmend.
«Uns fehlen derzeit etwa drei Monate Regen», sagt MeteoSwiss-Meteorologe Adrien Michel gegenüber RTS. Um das Defizit nicht weiter zu verschärfen, bräuchte es laut ihm drei Monate mit normalen Niederschlagsmengen. Um es ganz aufzuholen, wären sogar drei Monate mit doppelt so viel Regen wie üblich nötig.
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Auch der September bringt kaum Entlastung. Abgesehen von einigen Niederschlägen Anfang des Monats war er laut MeteoSwiss von Hochdruck, trockenem und sehr sonnigem Wetter sowie deutlich zu hohen Temperaturen geprägt. Bleibt es so, könnte der September schweizweit zu den zehn trockensten seit Messbeginn gehören, im Mittelland sogar zum zweittrockensten.
Hunderttausende Fische verendeten diesen Sommer
Besonders zu spüren bekommen die Trockenheit die Landwirtschaft und die Fischerei. Fabrice Bersier aus Vesin FR säte laut RTS vor rund drei Wochen Futterpflanzen aus, um den Futtermangel aus dem Sommer auszugleichen – ohne Erfolg.
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Auch frisch ausgesäter Raps keimt schlecht. «Bei Wassermangel keimen einige Samen wieder nicht, und das Ertragspotenzial für die Ernte 2027 sinkt», sagt Bersier. Problematisch ist das auch für weitere Herbstkulturen, die vor dem Winter keimen und wachsen müssen.
Trocken und Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad
Entspannung wäre dringend nötig. Aber der Regen bleibt vorerst weiter aus. Am Dienstag und Mittwoch scheint in Zürich und der Ostschweiz, Bern und dem Mittelland sowie der Zentralschweiz meist die Sonne. Die Temperaturen erreichen 20 bis 23 Grad.
Wie stark belastet dich die anhaltende Trockenheit in der Schweiz?
Am Donnerstag ziehen vor allem im Osten mehr Wolken auf. Dennoch bleibt es in Zürich und der Ostschweiz sowie in Bern, dem Mittelland und der Zentralschweiz mehrheitlich trocken. Auch in Nord- und Mittelbünden überwiegt die Sonne.
Am Wochenende nochmals vergleichsweise heiss
Ab Freitag setzt sich das Hochdruckwetter wieder durch. Das Wochenende wird in den genannten Regionen sonnig und trocken, bei verbreitet 25 Grad und teilweise mehr. Für Ende September sind solche Werte laut MeteoNews aussergewöhnlich.
Auch danach zeichnet sich keine Wetterwende ab. Für die Zeit vom 28. September bis 4. Oktober erwartet MeteoSchweiz weiterhin Hochdruckwetter mit meist sonnigen und trockenen Tagen. Die Höchsttemperaturen dürften zwischen 21 und 26 Grad liegen.
Für Bauern, Fischer und die ausgetrockneten Böden heisst das: Das Warten auf den dringend benötigten Regen geht weiter.
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