Söder selbstkritisch: Eingestehen, wenn etwas "falsch war"
Für den CSU-Parteivorsitzenden Markus Söder steht fest: Die CSU will weder mit Rechts- noch mit Linksextremen zu tun haben, wie er im ZDF-Standpunkte-Interview sagte.
24.10.2026 | 4:47 minDer CSU-Parteitag stand unter dem Motto: "Für ein bürgernahes und bodenständiges Bayern." In diesen unsicheren Zeiten soll das eine Programmatik sein, die ankommt beim Parteivolk. Auch Markus Söders klare Kante gegen Extremisten soll die Entschlossenheit der CSU zeigen.
Sehen Sie oben das ganze Interview und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Markus Söder im Gespräch mit ZDF-Standpunkte ...
… dazu, dass die AfD so viel Raum in seiner Rede eingenommen hat
"Wir sind bedroht von den Rändern, von rechts außen, von links außen", sagt Söder und ergänzt, dass dies Umfragen und zuletzt auch Wahlergebnisse zeigten, die man nicht ignorieren könne. Die Union müsse sich dieser Herausforderung stellen, "die demokratische Mitte muss sich dieser Herausforderung stellen".
Darum habe ich klargemacht, wir wollen weder was mit Rechts- noch mit Linksextremen zu tun haben.
Markus Söder, CSU-Chef
… über seine selbstkritischen Töne auf dem CSU-Parteitag
Man sei als Ministerpräsident zunächst an "Fakten orientiert", als Parteivorsitzender aber auch an den Gefühlen, die eine Partei habe, sagt Söder. Deswegen sei es wichtig, nah an den Menschen zu sein, damit alle den Weg mitgingen. "Da fällt einem kein Zacken aus der Krone, wenn man mal eingesteht, dass das eine oder andere falsch war."
Bundeskanzler Merz ruft die Union auf dem CSU-Parteitag zur Geschlossenheit auf. Zu der Diskussion um mögliche Kandidatinnen für die Bundespräsidentschaft sagt er nichts.
24.10.2026 | 1:50 minSchwache Kommunalwahlergebnisse und seine Aktivitäten bei Social Media seien Anlass für Kritik gewesen - alle Hinweise seien richtig gewesen, "und dafür habe ich mich auch ausdrücklich bedankt", so Söder.
… über Kanzler Merz und die Personalie Ilse Aigner
Die Zusammenarbeit mit der Schwesterpartei CDU bewertet Söder als "exzellent". Dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei seiner Rede auf dem Parteitag nichts zu einer möglichen Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) für das Amt des Bundespräsidenten gesagt hat, "habe ich jetzt auch nicht unmittelbar erwartet", erklärt Söder.
Doch Ilse Aigner sei eine sehr authentische, herzliche und kompetente Frau, die auch bei SPD und Grünen Akzeptanz genieße. Ihre Nominierung wäre ein wichtiges Signal für die Bundesversammlung, wo die Wahl des Bundespräsidentenamtes stattfindet, sagt Söder: "Keine quälenden fünf, sechs Wahlgänge, sondern ein starkes demokratisches Signal."
Das Interview führte Ralph Szepanski - zusammengefasst hat es Juana Perke.
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