Arved (21) fuhr mit diesem Fahrzeug ans Nordkap – und zurück

- Dreimal musste Arved auf seiner Nordkap-Reise den Motor seiner Ape ersetzen und verbrauchte insgesamt neun Pneus.
- Der 21-Jährige aus Uster ZH brach im Januar 2026 mit dem selbst umgebauten Camper-Dreirad von Glarus auf und erreichte das Nordkap nach fünf Monaten.
- In Finnland löste er wegen Stauverursachung einen Polizeieinsatz aus – die Beamten bestätigten ihm aber, dass er alles richtig gemacht hatte.
«Mein Ziel war es, ein Foto mit meiner Ape und dem Globus am Nordkap zu machen», sagt Arved Paulsen aus Uster zu 20 Minuten. Im Januar 2026 brach der 21-Jährige zu seinem Abenteuer auf. Während fünf Monaten fuhr er mit seiner Ape von Glarus bis zum Nordkap.
Das Fahrzeug hatte er selbst zum Camper umgebaut. Arved wählte Glarus als Start für seine Reise, weil seine Mutter dort wohnt. Unterwegs wurde er mehrfach von der Polizei angehalten und hatte zahlreiche Begegnungen mit Wildtieren.
«Ein Highlight meiner Reise war sicher die Fahrt durch Norwegen.»
«Einmal ist mir nachts ein Elch vor meiner Ape durchgelaufen», sagt der 21-Jährige beeindruckt. Kurz vor dem Nordkap habe er einige Rentiere gesehen. «Ein Highlight meiner Reise war deshalb sicher die Fahrt durch Norwegen.»
«Man wird mit offenen Armen empfangen»
Nicht nur die Tierbegegnungen seien ein Highlight gewesen, auch die lächelnden Gesichter der Passanten hätten den Zürcher gefreut. «Viele freuen sich, man wird mit offenen Armen empfangen und kommt mit den Leuten ins Gespräch.»
Neben den vielen positiven Momenten gab es auf seiner Reise auch schwierige Situationen. Unter anderem musste er dreimal den Motor ersetzen sowie alle Radlager auswechseln. «Verschleissteile wie Bremsen und Reifen wechselte ich regelmässig», sagt Arved. Insgesamt habe er neun neue Pneus gebraucht.
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Heimweg dauerte knapp zwei Monate
«Die grösste Schwierigkeit auf der Reise war, nach einer Panne die Motivation nicht zu verlieren», sagt der junge Mann. Besonders in Erinnerung blieb ihm eine Reifenpanne in Deutschland: «Auf dem Nachhauseweg musste ich auf einer Brücke abgeschleppt werden.»
Nach der Panne konnte er die Reifen ersetzen und seine Reise fortsetzen. Sein Heimweg dauerte knapp zwei Monate. «Beim Heimweg bin ich durch Finnland gefahren, sodass ich Ende August dieses Jahres wieder in Uster ankam.»
Ape sorgte für Stau und Polizeieinsatz
Wie er erzählt, habe er mit seinem Fahrzeug einmal einen Polizeieinsatz ausgelöst. «Die Polizei hielt mich auf dem Nachhauseweg in Finnland an», so der 21-Jährige. «Jemand hatte der Polizei gemeldet, dass ich Staus verursacht habe.» Der Abenteurer fuhr mit durchschnittlich 33 km/h auf finnischen Hauptstrassen. Dabei hielt er sich jeweils so weit wie möglich rechts und liess die Autos regelmässig überholen.
«Weil mich jemand gemeldet hatte, musste die Polizei kommen. Die Polizisten bestätigten mir dann, dass ich alles richtig gemacht hatte.» Nach einem gemeinsamen Foto mit dem Ape-Fahrer seien die Polizisten wieder weitergefahren.
Ape mit 16 selber zum Camper umgebaut
Die Leidenschaft für sein Fahrzeug entdeckte er mit 16 Jahren. Damals kaufte sich Arved seine Ape. «Mein Onkel hatte bereits mehrere, und da man in der Schweiz bereits mit 15 fahren darf, kaufte ich mir auch eine», sagt Arved über die Anfänge seiner Ape-Leidenschaft.
Noch während seiner Ausbildung zum Orgelbauer baute er seine Ape zum Camper um – inklusive Heizung. «Die Ape zu fahren ist ein anderes Gefühl», sagt der heute 21-Jährige zu 20 Minuten.
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Vanessa Figi (vfi), Jahrgang 2004, arbeitet seit Juli 2026 als Praktikantin beim Ressort Ostschweiz.
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