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Tuesday, November 3, 2026

Bei 2 Millionen Schweizern löst fast leerer Handyakku Ängste aus

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  • 75 Prozent der Menschen in der Schweiz zeigen laut einer Comparis-Umfrage mässige bis ausgeprägte Anzeichen von einer Handysucht.
  • Bei 7 Prozent sind die Anzeichen der Handysucht ausgeprägt.
  • Bei den 16- bis 35-Jährigen zeigt fast die Hälfte deutliche Anzeichen.

Kein Netz, kein Smartphone – und schon steigt die innere Unruhe: 75 Prozent der Menschen in der Schweiz zeigen laut einer Umfrage des Vergleichsdiensts Comparis mässige bis ausgeprägte Anzeichen einer Nomophobie. Der Begriff leitet sich aus dem Englischen «no mobile phone phobia» ab, also aus der Angst, ohne Smartphone zu sein.

31 Prozent zeigen deutliche Anzeichen der Handysucht. Hochgerechnet sind das mehr als zwei Millionen Menschen in der Schweiz. Weitere 7 Prozent zeigen sogar ausgeprägte Anzeichen. Lediglich 25 Prozent zeigen nur geringe Anzeichen (siehe Grafik). Immerhin: Bei der Umfrage im Vorjahr waren es sogar nur 22 Prozent der Befragten.

Besonders gross ist die Abhängigkeit bei den jüngsten Befragten. Bei den 16- bis 35-Jährigen weist fast die Hälfte mindestens deutliche Anzeichen von Nomophobie auf und weitere acht Prozent ausgeprägte Anzeichen. Noch jüngere Menschen befragte Comparis nicht. Bei den 36- bis 55-Jährigen zeigt knapp ein Drittel deutliche Anzeichen, bei den über 56-Jährigen nicht einmal jeder Fünfte (19 Prozent).

In der Westschweiz ist die Nomophobie noch weiter verbreitet als in der Deutschschweiz. In der französischsprachigen Schweiz weisen 37 Prozent deutliche Anzeichen von Nomophobie auf. In der Deutschschweiz sind es dagegen 28 Prozent.

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick sagt: «Das Smartphone ist für viele die digitale Nabelschnur zur Aussenwelt geworden. Wenn schon ein leerer Akku oder fehlender Empfang Angst auslöst, zeigt das, wie stark unser Sicherheitsgefühl an diesem Gerät hängt.»

So entstand die Umfrage

Der Vergleichsdienst Comparis beauftragte für die nach eigenen Angaben repräsentative Befragung das Marktforschungsinstitut Innofact. Dieses befragte im September 1027 Personen der Wohnbevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren in allen Regionen der Schweiz. Repräsentativität bedeutet laut Comparis, dass die Teilnehmenden einer Umfrage die Zielgruppe gut widerspiegeln. Das heisst, wichtige Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Wohnregion sind ähnlich verteilt wie in dieser Bevölkerungsgruppe.

So erkennst du Tendenzen zur Handysucht

Die häufigsten Symptome für eine Handyabhängigkeit sind gemäss Umfrage:

  • Dauernde Überprüfung des Smartphones, um keine Nachrichten oder Anrufe zu verpassen (50 Prozent der Befragten stimmen zu)
  • Stress, wenn das Smartphone nicht mitgeführt wird (35 Prozent)
  • Nervosität bei tiefem Akkustand (34 Prozent)

Welche Handy-Gewohnheit passt bei dir am ehesten?

Der Experte sieht die Ergebnisse als Anlass, den eigenen Umgang mit dem Handy kritisch zu hinterfragen. Seine Tipps findest du in der Box unten.

Tipps vom Digitalexperten

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick gibt folgende Tipps gegen Handysucht:

  • Display nach unten: Um sich vor ständiger Ablenkung zu schützen, hilft es am meisten, das Handy ausser Reichweite zu haben oder zumindest so hinzulegen, dass das Display nicht sichtbar ist.
  • Nachrichtentöne ausschalten: In Situationen, in denen volle Konzentration nötig ist, ist es nützlich, alle Nachrichtentöne abzuschalten.
  • Fokus-Modus aktivieren: Fixe Setups für die Benachrichtigung helfen, in unterschiedlichen Situationen nur die relevanten Infos zu empfangen.
  • Zeitlimiten festlegen: Zeitlimiten für einzelne Apps und ein regelmässiges Überprüfen der eigenen Smartphone-Nutzung fördern den bewussteren Umgang mit dem Smartphone.

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Fabian Pöschl

Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft

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