Warten auf "richtigen Moment": "Brutaler" Haaland lullt Leipzig in falsches Gefühl ein, ehe es rappelt

"Brutaler" Haaland lullt Leipzig in falsches Gefühl ein, ehe es rappelt
05.11.2026 | 07:08 Uhr
RB Leipzig macht gegen Manchester City ein starkes Spiel in der Champions League. Von Erling Haaland ist lange nichts zu sehen, der Bundesligist wiegt sich in falscher Sicherheit - denn das Tormonster schlägt doch wieder gnadenlos zu.
Sein Erfolgsgeheimnis? "Eigentlich ganz einfach", sagte Matchwinner Erling Haaland, nachdem er die Partie für Manchester City bei RB Leipzig mit seinem späten Treffer entschieden hatte: "Man muss über die gesamten rund 100 Minuten eines Spiels voll bei der Sache sein. Auch wenn ich nicht oft am Ball bin, darf ich nicht zu viel nachdenken. Ich konzentriere mich einfach darauf: Wenn sich eine Chance bietet, versuche ich, ein Tor zu erzielen."
Über 75 Minuten hatten die Sachsen die norwegische Tormaschine erfolgreich aus dem Spiel genommen - dann schlug Haaland eiskalt zu. Mit seinem Treffer zum 3:2 (1:0) in der 78. Minute sorgte er für Leipzigs dritte Niederlage im vierten Spiel der Ligaphase der Champions League. "In dieser Situation ging es darum, auf den richtigen Moment zu warten, im richtigen Augenblick anzugreifen und den Ball im Netz unterzubringen", so Haaland ziemlich mitleidslos: "Genau das habe ich getan."
Der 26-Jährige hatte zuvor kaum Akzente gesetzt. Erst in der Schlussphase war er zur Stelle und grätschte eine flache Hereingabe von Elliot Anderson ins Tor. Leipzigs Christoph Baumgartner zeigte sich wenig überrascht. "Das kennen wir ja leider alle. Du hast das Gefühl, ihn im Griff zu haben und dann ist er einfach da. Aber auch davor der Assist. Das ist einfach brutale individuelle Qualität. Glückwunsch an ihn und an City, trotzdem wäre das für uns anders möglich gewesen."
RB steht nun mit dem Rücken zur Wand
Wohlwahr. RB spielte stark auf und glich nach dem Eigentor von Castello Lukeba (37.) sowie dem City-Treffer von Enzo Fernández (58.) zwei Mal durch Ridle Baku (49.) und Antonio Nusa (61.) aus - am Ende stand dennoch die dritte Niederlage im vierten Spiel. Leipzig steht in der Königsklasse mit dem Rücken zur Wand.
"Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Trotzdem ist noch alles drin", sagte Baumgartner. Es würden nun Spiele kommen, "wo wir auf jeden Fall die Chance haben zu punkten. Ich habe nach wie vor den Glauben an die Mannschaft, dass wir auch in der Champions League mehr Punkte holen können. Wir wissen, dass wir ungefähr zehn Punkte brauchen werden." Fest steht: Beim nächsten Auftritt in der Gruppenphase der Königsklasse am 24. November (21 Uhr) ist gegen den RC Lens nun ein Sieg Pflicht.
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