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Monday, September 28, 2026

2. Spiel gegen die Schweiz – Pocognoli: Ein junger Belgier ist Schottlands starker Mann

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Schottlands neuer Trainer kommt aus Belgien. Er ist der erst zweite Ausländer in dieser Position – und fordert am Dienstag in Glasgow die Schweiz.

In Zeiten der (fussballerischen) Globalisierung sind die Teams der Topligen in der Regel eine Welt-Auswahl. In der Premier League muss man schon genauer hinschauen, um die wenigen Engländer auf dem Platz zu erspähen. Auch auf den Trainerbänken wird auf internationale Expertise gesetzt: Nur 3 der 20 Premier-League-Teams haben derzeit einen englischen Trainer angestellt.

Live-Hinweis

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Die Partie zwischen Schottland und der Schweiz in der Nations League wird am Dienstag ab 20:10 Uhr auf SRF zwei übertragen (inkl. Audiodeskription). Der Anpfiff erfolgt um 20:45 Uhr.

Im Radio wird die Partie auf SRF 3 live durchkommentiert.

In den Nationalteams hat sich dieser Trend (noch) nicht durchgesetzt. Dass nur Spieler der jeweiligen Nationalität für ihr Land auflaufen können, versteht sich von selbst, doch auch an der Seitenlinie ist vor allem bei Top-Nationen einheimisches Schaffen Trumpf. Deutschland hatte noch nie einen ausländischen Trainer, Frankreich zuletzt vor über hundert Jahren und auch Spaniens Erfolge der letzten Jahre fussen auf iberischer Expertise.

Mann im Anzug mit Fussball auf einem leeren Stadionfeld.
Legende: Ein Belgier in Schottland Sébastien Pocognoli. IMAGO / News Licensing

Schottland folgt England

England ging diesbezüglich mit der Einstellung von Thomas Tuchel vor einem Jahr neue Wege. Nachbar Schottland zog in diesem Sommer nach. Sébastien Pocognoli unterschrieb Mitte August einen Vertrag über zwei Jahre. Der ehemalige belgische Nationalspieler ist nach Berti Vogts (GER, 2002 bis 2004) erst der zweite Nicht-Schotte, der dieses Amt übernimmt.

Pocognoli trat in grosse Fussstapfen. Sein Vorgänger Steve Clarke war sieben Jahre im Amt und führte Schottland an die WM 2026. In der Gruppe mit Brasilien, Marokko und Haiti resultierte der 3. Rang, kurz nach dem Aus in der Gruppenphase gab Clarke seinen Rücktritt bekannt.

Historischer Triumph in Belgien

Trotz seines relativ jungen Traineralters – Pocognoli ist erst 39-jährig – hat der Belgier erste Erfolge vorzuweisen. Er beendete 2021 seine Karriere als Spieler bei Union Saint-Gilloise und kehrte drei Jahre später als Cheftrainer zum Klub in der höchsten belgischen Spielklasse zurück. In seiner ersten Saison als Trainer einer Profimannschaft holte Pocognoli sogleich den belgischen Meistertitel – notabene den ersten nach 90-jähriger Durststrecke.

Im Oktober darauf erlag Pocognoli den Lockrufen aus Monaco, wo sein Engagement in der Ligue 1 nach einer enttäuschenden Spielzeit aber bereits wieder im Juni dieses Jahres endete.

Nullnummer zum Auftakt

Bei seiner Vorstellung in Schottland versprach Pocognoli offensiven Fussball. Zumindest beim Debüt gegen Slowenien (0:0) war davon noch nicht viel zu sehen. «Wir konnten nicht in jeder Minute das zeigen, was wir uns vorgenommen hatten.»

Es sei nicht alles positiv gewesen, aber in der zweiten Halbzeit hätten sie viel Ballbesitz gegen einen tief stehenden Gegner gehabt. «Ehrlich gesagt hätten wir treffen müssen», so Pocognoli nach dem torlosen Remis in Ljubljana. Gegen die Schweiz am Dienstagabend in Glasgow wird dieses Unterfangen wohl nicht einfacher.

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