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Wednesday, October 28, 2026

5 Monate später: Luzern ändert Bahnhofstrasse schon wieder

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  • Nur fünf Monate nach der Eröffnung muss die Bahnhofstrasse in Luzern nachgebessert werden.
  • Die Stadt reagiert auf zahlreiche Rückmeldungen und Konflikte zwischen Fussgängern, Velos und Autos.
  • So werden unter anderem die Velopfosten der zweiten Reihe aufgehoben und die alte Baumreihe soll frei von parkierten Velos sein.

Erst im Mai wurde die neue Bahnhofstrasse in Luzern eröffnet. Gemäss Stadt hat sie das Stadtbild aufgewertet und mehr Menschen halten sich an der Bahnhofstrasse auf als zuvor. Doch nun soll es bereits neue Änderungen geben. «Es läuft noch nicht alles rund», kündigt die Stadt Luzern in einer Mitteilung an.

Hintergrund ist die Initiative «Für eine attraktive Bahnhofstrasse in der Stadt Luzern», die die Stimmbevölkerung im Jahr 2013 annahm. 13 Jahre nach Annahme der Initiative – und nach zahlreichen Verlängerungen des Bauprojekts – wurde die neu gestaltete Bahnhofstrasse im Mai dieses Jahres der Bevölkerung übergeben.

Stadt kündigt Massnahmen an

In der als Begegnungszone signalisierten Bahnhofstrasse gilt Tempo 20 für Velos sowie für die wenigen zugelassenen Autos. Jedoch scheint es, dass die weitgehend autofreie und hindernisfreie Bahnhofstrasse nicht alle Luzernerinnen und Luzerner zufriedenstellt.

Die Stadt habe die neue Verkehrssituation beobachtet, die zahlreichen Rückmeldungen entgegengenommen und will deshalb verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Situation prüfen und umsetzen. Unter anderem will sie die Veloparksituation neu ordnen und die allgemeine Verkehrssicherheit erhöhen:

Velosituation

  • Die zweite Reihe Velopfosten auf der Mergelfläche wird aufgehoben, damit sich die Velos auf eine Parkierungsreihe in der zweiten Baumreihe beschränken.
  • Anstelle der Velopfosten werden Velobügel montiert, damit die Velos parallel zur Strasse parkiert werden.
  • Die erste, alte Baumreihe soll frei von parkierten Velos sein. Dazu werden weitere Sitzgelegenheiten zwischen den alten Bäumen montiert.
  • Entlang der Hausfassade sowie auf dem Mergelbelag prüft die Stadt Luzern zusätzliche Veloabstellflächen, um die geballte Situation beim Bahnhof zu entschärfen.

Nextbike-Station

  • Die Nextbike-Station wird wieder in Richtung Bahnhof verschoben, um das dort unerlaubte und gefährliche Queren von Fussgängerinnen und Fussgängern ausserhalb der Begegnungszone zu unterbinden.
  • Die frei werdende Fläche bietet zusätzliche Abstellplätze für Velos.

Sicherheit

  • Die Stadt prüft die Installation eines zusätzlichen Blinklichts, das von der Seebrücke einfahrende Velofahrende vor querenden Fussgängerinnen und Fussgängern warnt.
  • An der reussseitigen Hausfassade des Luzerner Theaters wird eine Bodenmarkierung für Fussgängerinnen und Fussgänger angebracht, damit die Velos nicht zu nahe am Theater vorbeifahren.
  • Zudem wird geprüft, ob die intuitiv von Fussgängerinnen und Fussgängern gewählten Wege durch gezielte bauliche Anpassungen verbessert werden können.

Damit Velofahrerinnen und Velofahrer nicht zu schnell an Fussgängerinnen und Fussgängern vorbeifahren, wird beim Luzerner Theater eine Bodenmarkierung angebracht.

Damit Velofahrerinnen und Velofahrer nicht zu schnell an Fussgängerinnen und Fussgängern vorbeifahren, wird beim Luzerner Theater eine Bodenmarkierung angebracht.20min/Astrid Winiker

Kontrollen und Sensibilisierung

  • Die Stadt sucht das Gespräch mit der Polizei, damit sie verstärkt gegen illegal auf der Mergelfläche parkierte Autos vorgeht.
  • Mit Plakaten und Bodenmarkierungen sensibilisiert die Stadt für ein respektvolles Miteinander und erklärt Verhaltens- und Verkehrsregeln.

Datenerhebung

  • Um die Situation langfristig fundiert beurteilen zu können, führt die Stadt Luzern zusätzlich zu den technischen und kommunikativen Massnahmen im Frühling 2027 ein umfassendes Monitoring durch. Sie erhebt und analysiert dabei präzise Daten zu Verkehrsmengen, Geschwindigkeiten und Konflikten sowie zur  Auslastung der Sitzgelegenheiten und Veloparkplätze.

Im November 2026 will die Stadt beginnen, die Massnahmen zur Verbesserung der Situation an der Bahnhofstrasse umzusetzen. «Erfahrungsgemäss brauchen neue Infrastrukturen sechs bis zwölf Monate Zeit, bis sich die neuen Abläufe und Gewohnheiten eingespielt haben», so die Stadt Luzern.

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Lisa Arnold

Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.

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