Europa League: 3. Quali-Runde – Europacup-Ligaphase fix: Thun kann trotz Pleite auf Island jubeln

- Thun verliert bei Vikingur Reykjavik das Rückspiel der 3. Runde der Europa-League-Quali 2:3. Dieses Resultat reicht für die Europa-League-Playoffs – die Europacup-Ligaphase ist sicher.
- In den EL-Playoffs heisst der Gegner entweder Klaksvik von den Färöern oder Lech Posen aus Polen.
- In der Conference-League-Quali stehen auch St. Gallen und Lugano in der Playoff-Runde.
Der FC Thun hat es geschafft: Der Schweizer Meister bestreitet in der Saison 2026/27 eine Ligaphase im Europacup. Ob in der Europa League oder in der Conference League steht noch nicht fest. Denn die Berner Oberländer machten in der 3. EL-Quali-Runde den Einzug in die Playoffs klar – trotz einem 2:3-Taucher im Rückspiel bei Vikingur Reykjavik. Im Hinspiel vor einer Woche hatte Thun mit 3:0 gesiegt, womit das Gesamtskore 5:3 beträgt. Sollte der FCT in der Playoff-Runde scheitern, würde es in die Ligaphase der Conference League gehen.
2 Tore innert 2 Minuten
Die Niederlage, Thuns 4. in den letzten 5 Spielen, auf Island war nicht zwingend. 2 Mal gingen die Gäste in den ersten 45 Minuten in Front, doch jeweils nur kurz danach folgte der postwendende Ausgleich.
Schon in der 10. Minute war das Team von Gian-Luca Privitelli mit 1:0 in Führung gegangen. Der rechte Aussenläufer Fabio Fehr musste nach einer mustergültigen Vorarbeit von Nils Reichmuth allein vor Vikingurs Gehäuse nur noch die Nerven bewahren. 6 Zeigerumdrehungen später glich Altmeister Gylfi Sigurdsson (früher u.a. bei Tottenham und Everton unter Vertrag) mit einem Distanzschuss zum 1:1 aus.
Ähnliches Bild 20 Minuten später: Brighton Labeau, der sich in fantastischer Form befindet, stieg nach einer Flanke von Reichmuth am höchsten und traf per Kopf zum 2:1 für Thun (36.). Dann ging es nicht mal 2 Minuten und schon war die Partie wieder ausgeglichen. Der unbewachte Diljan Thordarson köpfelte zum 2:2 ein (38.).
Tätlichkeit, aber kein Platzverweis
Kurz nach Wiederanpfiff hätten sich die Hausherren von Vikingur Reykjavik nicht beklagen dürfen, wenn ihr Captain Oliver Ekroth vom Platz gestellt worden wäre. Der schwedische Innenverteidiger ging Thun-Stürmer Marc Gutbub nach einem Zweikampf sehr grob an den Kragen. Beide erhielten nur Gelb.
Der Siegtreffer fiel nur ein paar Momente später. Armann Ingi Finnbogason scheiterte nach einer starken Einzelaktion über Michael Heules Seite – der Thuner Verteidiger hatte schon beim 2:2 nicht gut ausgesehen – an Torwart Niklas Steffen. Nach dem Abpraller reagierte Valdimar Ingimundarson gedankenschneller als Marco Bürki und staubte zum 3:2 ab (55.).
In der Folge hatten die Thuner gute Chancen auf den 3. Ausgleich in dieser Partie. Bürki etwa kam mit einem direkten Freistoss von der Strafraumgrenze nicht an Goalie Aron Fridriksson vorbei (68.). Letztlich wird der Ausrutscher auf Island dem Schweizer Meister angesichts des Playoffs-Einzuges aber ziemlich egal sein.
So geht es weiter
Am Wochenende ist Thun im Schweizer Cup gefordert. Am Sonntag misst sich der Schweizer Meister mit Saxon-Sports aus der 2. Liga (16:00 Uhr, live bei SRF). In den EL-Playoffs heisst der Gegner entweder Klaksvik von den Färöern oder Lech Posen aus Polen – diese Partie konnte aufgrund des schlechten Wetters auf den Färöer noch nicht stattfinden.
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