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Wednesday, November 4, 2026

Saudi Aramco übernimmt knapp die Hälfte des KI-Unternehmens Humain

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Der staatlich kontrollierte Ölkonzern Saudi Aramco hat sich mit 49 Prozent am saudischen KI-Unternehmen Humain beteiligt. Dafür bringt er rund 2,6 Milliarden US-Dollar sowie bestehende Vermögenswerte aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Recheninfrastruktur und Digitalisierung ein. Der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) behält die übrigen 51 Prozent.

Mit dem Zusammenschluss bündeln Aramco und der PIF ihre KI-Aktivitäten. Das zusätzliche Kapital für den Ausbau von Humain steuert Aramco bei. Der Ölkonzern will seine bestehenden KI-Technologien künftig auch kommerziell verwerten und sich neue Einnahmequellen erschließen. Zugleich könnte Saudi Aramco als Energielieferant vom wachsenden Energiebedarf der KI-Rechenzentren profitieren. Wie viel der Konzern über die 2,6 Milliarden US-Dollar hinaus in Humain investiert, ist nicht bekannt, da der Wert der zusätzlich eingebrachten Vermögenswerte nicht beziffert wird.

Humain will seine KI-Infrastruktur in den kommenden Jahren massiv ausbauen. Bis 2030 sollen Rechenzentren mit einer elektrischen Leistung von insgesamt drei Gigawatt entstehen. Die dafür erforderlichen Investitionen dürften erheblich sein. Humain-Chef Tareq Amin erklärte im September gegenüber Semafor, dass die Branche beim Bau von Rechenzentren durchschnittlich mit 11 bis 12 Millionen US-Dollar pro Megawatt kalkuliere. Auf die geplanten drei Gigawatt hochgerechnet wären das 33 bis 36 Milliarden US-Dollar. Ein konkretes Investitionsbudget für Humain nannte Amin allerdings nicht.

Im selben Interview erklärte Amin, dass langfristig 70 Prozent der Finanzierung von externen Geldgebern und 30 Prozent von den Anteilseignern kommen sollen. Dieses Verhältnis sei noch nicht erreicht. Als Standortvorteile nannte er günstige Energie, verfügbare Flächen und kalkulierbare Stromtarife.

PIF stellte Humain im Mai 2025 als zentrales KI-Projekt Saudi-Arabiens vor. Das Unternehmen soll das Land zu einem bedeutenden Anbieter von KI-Technologie machen und nahezu die gesamte Wertschöpfungskette bedienen: vom Bau und Betrieb von Rechenzentren über Cloud-Dienste und KI-Modelle bis hin zu fertigen Anwendungen. Dazu gehört auch das auf die arabische Sprache spezialisierte Sprachmodell ALLAM.

Beim Ausbau seiner KI-Rechenzentren arbeitet Humain mit Nvidia, AMD, Cisco und AWS zusammen. Erste Systeme sind bereits in Betrieb und stellen Rechenleistung für Kunden in Saudi-Arabien und im Ausland bereit.

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