11 Jahre nach mysteriösem Unfall und Koma: Ex-Boxstar ist tot

Darum gehts
- Der frühere Schwergewichtsboxer Denis Boizow ist im Alter von 40 Jahren gestorben.
- Laut seinem Vater Nikolai Boizow löste sich ein Blutgerinnsel; der Tod trat sofort ein.
- Im Mai 2015 wurde er bewusstlos in einem Berliner U-Bahn-Tunnel gefunden; die Umstände blieben ungeklärt.
Er galt als möglicher Herausforderer von Wladimir Klitschko, bis ein schwerer und bis heute ungeklärter Unfall sein Leben veränderte: Nun ist der frühere Schwergewichtsboxer Denis Boizow im Alter von 40 Jahren gestorben.
Wie die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf seinen Vater Nikolai Boizow berichtete, führte ein gelöstes Blutgerinnsel zum Tod des ehemaligen Profiboxers, der viele Jahre in Deutschland lebte. «Man konnte nichts mehr tun, es war der sofortige Tod», sagte Nikolai Boizow.
Schwerer Unfall in einem Berliner U-Bahn-Tunnel
Im Mai 2015 hatte ein schwerer Unfall die Karriere des Boxers, der als «russischer Tyson» bekannt war, abrupt beendet. Damals wurde Boizow schwer verletzt und bewusstlos auf den Gleisen eines Berliner U-Bahn-Tunnels gefunden. Der damals 29-Jährige erlitt schwere Kopf- und Handverletzungen und wurde in der Charité notoperiert.
Anschliessend lag er im künstlichen Koma. Es folgten weitere Operationen und eine langwierige Rehabilitation. In der Folge war Boizow zunächst nicht mehr in der Lage, selbstständig zu gehen oder zu sprechen. Seine Familie zog sich daraufhin aus der Öffentlichkeit zurück. Die genauen Umstände des Vorfalls in Berlin blieben ungeklärt und mysteriös.
Das Sportzentrum in der russischen Region Orjol veröffentlichte eine Mitteilung zum Tod Boizows im russischen sozialen Netzwerk VK. Darin würdigte es den Boxer als einen der vielversprechendsten Schwergewichtler Russlands in den frühen 2010er-Jahren. «Wir sprechen den Angehörigen und Freunden von Denis Boizow unser aufrichtiges Beileid aus», hiess es in der Mitteilung.
Klitschkos bestplatzierter Herausforderer 2013
Boizow begann seine Profikarriere beim Hamburger Boxstall Universum. Später stand er beim Berliner Veranstalter Sauerland Event unter Vertrag. In seiner Profikarriere bestritt der gebürtige Russe 37 Kämpfe und gewann 36 davon, 27 durch K. o. 2013 belegte er längere Zeit Platz eins der World Boxing Organization (WBO) im Schwergewicht.
Weltmeister Wladimir Klitschko stand als Titelträger über ihm. Boizow galt damit als bestplatzierter möglicher Herausforderer der WBO. Seinen letzten Kampf absolvierte er im März 2015 in Rostock. Dort besiegte er den Brasilianer Irineu Beato Costa Junior, der in der zweiten Runde aufgab.
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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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