Springreit-WM in Aachen – Schweiz verpasst Medaille, sichert sich aber das Olympia-Ticket

- Die Schweizer Springreiter belegen an der WM in Aachen im Teamfinal den 6. Rang.
- Damit sichern sich Steve Guerdat, Martin Fuchs, Gaëtan Joliat und Jason Smith die Teilnahme an Olympia 2028 in Los Angeles.
- Am Sonntag kämpft der in Führung liegende Guerdat im Einzel um die Medaillen (14:05 Uhr, live bei SRF).
Viel Druck lastete auf Jason Smith und Hengst Picobello van't Roosakker. Denn ein fehlerfreier Ritt war von ihnen gefordert, sollte der Traum von der ersten Schweizer WM-Medaille seit 1994 noch in Erfüllung gehen. Dieser platzte jedoch schon beim ersten Hindernis jäh, als bereits eine Stange fiel. Pferd und Reiter erholten sich danach zwar, mussten jedoch noch zwei Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung hinnehmen.
Weil sich Martin Fuchs auf Conner Jei nach dem fehlerfreien Parcours von Steve Guerdat einen Abwurf geleistet hatte und Gaëtan Joliat mit Chelsea 8 Strafpunkte gesammelt hatte, fielen die 6 Zähler in die Wertung.
Das Hauptziel, das Olympia-Ticket, geriet aber nie ernsthaft in Gefahr. Somit hat sich die Schweiz nach einem schwachen Jagdspringen im entscheidenden Moment doch noch steigern können. Für Bronze hätte man zwei Abwürfe weniger verzeichnen müssen. Gold ging an Deutschland vor Belgien und Grossbritannien.
Guerdat im Einzel auf Medaillen-Kurs
Steve Guerdat blieb auch am dritten Tag auf Dynamix de Belheme ohne Fehler. Der Olympiasieger von 2012 und Olympia-Zweite von 2024 belegt vor dem Final am Sonntag ex aequo den 1. Platz. Der 44-Jährige könnte in Aachen seine zweite WM-Medaille nach Bronze 2018 holen. Vor den letzten beiden Prüfungen hat der Jurassier gute Chancen, Weltmeister zu werden.
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