Cibele (28) stirbt – nur Stunden später folgt ihre Mutter (56)

Darum gehts
- In Brasilien verlor ein Mann innerhalb von zehn Stunden sowohl seine 28-jährige Tochter Cibele als auch seine 56-jährige Frau Maria Elisabete – beide an Krebs.
- Cibele starb am Donnerstagnachmittag in einem Spital in Mogi Guaçu, ihre Mutter folgte ihr in der Nacht auf Freitag.
- Mutter und Tochter hatten sich gewünscht, nichts vom Tod der anderen zu erfahren.
Innerhalb weniger Stunden verliert ein Mann in Brasilien seine Familie. Seine 28-jährige Tochter Cibele starb am Donnerstagnachmittag an Krebs. Nur rund zehn Stunden später erlag auch seine 56-jährige Frau Maria Elisabete ihrer Krebserkrankung.
Cibele starb gegen 16 Uhr in einem Spital in Mogi Guaçu im brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Ihre Mutter befand sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Spital. Gegen 2 Uhr am Freitagmorgen starb auch sie, wie das Nachrichtenportal G1 berichtet.
Beide kämpften gleichzeitig gegen Krebs
Bei Cibele war 2024 eine seltene und aggressive Krebserkrankung entdeckt worden, die von einer Nebenniere ausging. Sie musste sich mehreren Operationen und Chemotherapien unterziehen. Später kamen Infektionen hinzu.
Rund ein Jahr nach der Diagnose ihrer Tochter erhielt auch Maria Elisabete eine Krebsdiagnose. Was sie zunächst für einen Gallenstein gehalten hatte, stellte sich als Bauchspeicheldrüsenkrebs heraus.
Im Dezember 2025 war Cibeles Zustand zeitweise so schlecht, dass die Ärzte ihrer Familie mitteilten, sie werde voraussichtlich sterben. Die junge Frau erholte sich jedoch nochmals. Trotz ihrer Erkrankung habe sie möglichst selbstständig weitergelebt, gearbeitet und Zeit mit Freunden verbracht.
Mutter und Tochter unterstützten sich gegenseitig
Auch Maria Elisabetes Krankheit schritt weiter voran. Am 17. September musste sie ins Spital eingeliefert werden. Cibele besuchte ihre Mutter noch dort. Eine Woche später verschlechterte sich dann auch der Zustand der 28-Jährigen dramatisch.
Als die Familie am Donnerstag einen Anruf erhielt, rechneten die Angehörigen zunächst damit, dass es um Maria Elisabete gehe. Stattdessen erfuhren sie vom Tod Cibeles.
Während sie um die junge Frau trauerten, folgte nur wenige Stunden später die nächste traurige Nachricht: Auch ihre Mutter war gestorben.
«Keine der beiden wollte die andere sterben sehen»
Besonders bewegend ist ein Wunsch, den Mutter und Tochter laut ihrer Familie miteinander geteilt hatten. Sollte eine von ihnen zuerst sterben, wollte die andere nichts davon erfahren.
«Keine der beiden wollte die andere sterben sehen», sagte Rowilson, ein Verwandter der beiden. Sie hätten darüber teilweise ernst, teilweise scherzhaft gesprochen.
Am Ende erfüllte sich dieser Wunsch auf tragische Weise: Weder Cibele noch Maria Elisabete erfuhr vom Tod der jeweils anderen. Für Cibeles Vater und Maria Elisabetes Ehemann bedeuteten die zehn Stunden hingegen einen doppelten Verlust.
Hast du oder hat jemand, den du kennst, die Diagnose Krebs erhalten?
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