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Tuesday, November 3, 2026

RTL/ntv-Trendbarometer: AfD und Union verlieren leicht, Grüne und SPD legen etwas zu

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RTL/ntv-TrendbarometerAfD und Union verlieren leicht, Grüne und SPD legen etwas zu

03.11.2026, 14:02 Uhr

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Fünf Sitzungswochen finden noch bis Weihnachten im Deutschen Bundestag statt. (Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen)

Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer rücken die vier größten Bundestagsparteien etwas zusammen. Während die AfD ihren Vorsprung auf die Union hält, nähern sich die Grünen CDU und CSU an. Das Zutrauen in alle Parteien sinkt, die Zufriedenheit mit Merz ebenfalls.

Der Bundestag geht in dieser Woche in den Schlussspurt des Jahres 2026, möglichst viel will Schwarz-Rot noch verabschieden in den verbleibenden fünf Sitzungswochen bis zum 18. Dezember. Dem RTL/ntv-Trendbarometer zufolge verändern sich die Parteipräferenzen gegenüber der Vorwoche nur geringfügig. Die vier stärksten Kräfte rücken dabei etwas zusammen: AfD und Union verlieren jeweils einen Prozentpunkt, SPD und Grüne gewinnen jeweils einen hinzu. Die Werte für Linke, FDP und BSW bleiben unverändert. Die FDP liegt weiter unterhalb der 5-Prozent-Hürde, das BSW wird vom Institut Forsa bei einem Zuspruch von unter 3 Prozent den sonstigen Parteien zugerechnet.

Mit 26 Prozent bleibt die AfD deutlich stärkste Kraft, bewegt sich aber nicht mehr auf dem Niveau ihres Augusthochs von 28 Prozent. Auf Platz zwei folgen CDU/CSU mit weiterhin 6 Prozentpunkten Rückstand bei 20 Prozent Zustimmung in der Sonntagsfrage. Relativ dicht darauf folgen die Grünen mit 17 Prozent und schließlich die SPD mit nun 14 Prozent. Die Linke kommt unverändert auf 11 Prozent, die FDP auf 4 Prozent. Sonstige Parteien liegen zusammen bei 8 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit aktuell 25 Prozent weiterhin über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Erneut steigt der Anteil der Befragten, die keiner Partei zutrauen, "mit den Problemen in Deutschland am besten fertig" zu werden. Im Januar lag dieser Wert noch bei 51 Prozent, inzwischen sind es 58 Prozent. So wenig Zutrauen erfuhren die deutschen Parteien im RTL/ntv-Trendbarometer zuletzt im Winter und Frühjahr 2024, als es mit der Ampelkoalition beschleunigt bergab ging.

Der Anteil der Befragten, die der AfD am meisten zutrauen, sinkt um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent, gefolgt von CDU/CSU, die mit 9 Prozent ebenfalls einen Punkt abgeben. Die Grünen gewinnen mit 7 Prozent einen Punkt hinzu, genauso wie die SPD, der nun 6 Prozent der Befragten zutrauen, "mit den Problemen in Deutschland am besten fertig" zu werden. Die Linke stagniert bei 5 Prozent, sonstige Parteien fallen von 3 auf 2 Prozent. Die stabilen Werte der Linken, sowohl bei der Sonntagsfrage als auch der Kompetenzfrage, zeigen, dass ihr die teils schwerwiegenden Anwürfe gegen den Berliner Linke-Verband zumindest nicht geschadet haben.

Nachdem es für Bundeskanzler Friedrich Merz in der Vorwoche minimal bergauf gegangen war, zeigt sich im neuen RTL/ntv-Trendbarometer, dass von einem Aufwärtstrend im Ansehen des Kanzlers nicht die Rede sein kann: 11 Prozent der Befragten geben an, mit Merz' Arbeit als Regierungschef zufrieden zu sein - ein Punkt weniger als in der Vorwoche und weiterhin ein historisch schlechter Wert, den Merz schon im September und Oktober eingefahren hatte. 87 Prozent der Befragten zeigen sich unzufrieden, ein Punkt mehr als in der Vorwoche.

Die Unionsanhänger sind mit einem Anteil von 38 Prozent Zufriedenen noch am wenigsten unglücklich mit dem Amtsinhaber im Kanzleramt. Doch auch 60 Prozent der CDU/CSU-Anhänger sagen, sie seien mit Merz unzufrieden. Bemerkenswert: Unter den SPD-Anhängern liegt der Anteil der Unzufriedenen mit 88 Prozent höher als bei den Anhängern der Grünen, wo sich 84 Prozent unzufrieden zeigen. Unter den Anhängern von Linke und AfD hat Merz mit einem Anteil von 99 und 98 Prozent Unzufriedenen praktisch gar keine Anhänger.

Auch die wirtschaftlichen Erwartungen fallen gegenüber der Vorwoche schlechter aus: Der Anteil der Befragten, die eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren erwarten, steigt um zwei Punkte auf 64 Prozent. Der Anteil derjenigen, die mit einer Verbesserung rechnen, fällt um zwei Punkte auf 17 Prozent. Allerdings lag der Anteil der Pessimisten mit Werten knapp unter 70 Prozent im Juli und August deutlich höher, als die Benzin- und Gaspreise wegen des Krieges in der Golfregion zeitweilig durch die Decke gegangen waren.

Als wichtigstes Thema der Woche nannten 29 Prozent der Befragten die Lage von Bundesregierung und Koalition, gefolgt von der wirtschaftlichen Entwicklung mit 24 Prozent. 20 Prozent nannten den Krieg in der Ukraine als eines der wichtigsten Themen, 15 Prozent die Lage in den USA, wo in der Nacht zum Mittwoch das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt werden. Die Nachbeben der Landtagswahlen und noch offenen Regierungsbildungen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt treiben 14 Prozent der Befragten um.

12 Prozent nannten zudem die Unruhen bei den Demonstrationen in Frankreich. Auf einstellige Werte kommen die Themen Krieg im Nahen Osten, Rentenreform, Rechtsradikalismus, Konflikte und Kriege weltweit, die Benzinpreise, Klima und Umwelt, Wahlen in Israel sowie Innere Sicherheit und Kriminalität.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 27. Oktober und dem 2. November 2026 erhoben. Datenbasis: 2500 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Zur politischen Kompetenz der Parteien wurden 1004 Menschen befragt.

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