Iran richtet drei weitere Männer nach Massenprotesten hin
Das Regime in Teheran setzt seinen harten Kurs gegen Kritiker fort. Irans Justiz hat erneut Todesurteile vollstrecken lassen: Drei Männer wurden im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet. Ihnen sei zur Last gelegt worden, im Auftrag Israels, der USA sowie "feindseliger Gruppen" gegen die nationale Sicherheit und Interessen Irans agiert zu haben, heißt es beim Justizportal Misan.
Die Männer, Hassan Divband, Hamid Kazemi und Reza Zanganeh, seien während der Massenproteste gegen die iranische Führung im Januar in der westiranischen Stadt Karadsch festgenommen worden. Die Justiz warf ihnen Misan zufolge vor, während der Proteste an Angriffen auf Regierungsgebäude beteiligt gewesen zu sein und öffentliches Eigentum in Brand gesetzt sowie andere dazu angestiftet zu haben.
Nach Angaben der Justiz wurden sie beschuldigt, Schusswaffen, Granaten und Molotowcocktails eingesetzt zu haben. Die drei Männer hätten auch ein Umspannwerk in Karadsch beschädigt, was in einigen Gebieten zu Stromausfällen führte.
Menschenrechtler: Todesstrafe zur Einschüchterung
Ihre Todesurteile seien zuvor vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden, zudem sei ihr Vermögen eingezogen worden. Details zur Hinrichtung nannte das Justizportal nicht. Andere Angeklagte in diesem Fall erhielten Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren, heißt es weiter.
Im Iran wird die Todesstrafe in der Regel durch Erhängen vollzogen. Menschenrechtsorganisationen werfen der iranischen Führung vor, die Todesstrafe zur politischen Unterdrückung und Einschüchterung der Bevölkerung anzuwenden.
Mindestens 40 Männer nach Protesten hingerichtet
Die iranische Justiz hat nun mindestens 40 Männer im Zusammenhang mit den Protesten im vergangenen Winter hingerichtet. Die Demonstrationen waren angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und hatten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung entwickelt.
Irans Wirtschaft am Boden
Die Iran-weiten Proteste erreichten am 8. und 9. Januar ihren Höhepunkt. Das Mullah-Regime ließ die Unruhen gewaltsam niederschlagen - Tausende Demonstrierende wurden getötet.
Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar hat die Zahl der Hinrichtungen weiter zugenommen - auch im Zusammenhang mit den Protesten. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen im Iran hingerichtet - der höchste verzeichnete Wert seit 1981.
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