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Monday, September 21, 2026

Börsenbarometer SMI – SMI-Zusammensetzung: Darum sind neu Sandoz und Galderma drin

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Warum der Wechsel? Die Schweizer Börse SIX überprüft regelmässig, welche Aktien am häufigsten gehandelt werden und wie viel diese Unternehmen respektive die gehandelten Anteile wert sind. In den SMI schaffen es nur die Top 20. Massgebend sind das Handelsvolumen und der Börsenwert (die sogenannte Marktkapitalisierung, die Anzahl aller Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurs).

Warum Sandoz und Galderma? Nach starken Kursgewinnen haben sich der Generika-Riese Sandoz und das Dermatologie-Unternehmen Galderma ihren Platz gesichert. Weichen müssen dafür Kühne+Nagel sowie die Swisscom, deren Aktien zuletzt verhältnismässig wenig gehandelt wurden. Das liegt auch am sogenannten «Free Float» (dem Streubesitz) – also dem Anteil der Aktien, der frei an der Börse zirkuliert. Bei der Swisscom hält der Bund als Hauptaktionär 51 Prozent der Anteile. Da somit nur 49 Prozent der Aktien frei handelbar sind und in die Bewertung einfliessen, bremst das die Swisscom im Index-Ranking aus.

Ist der Index nun zu pharmalastig? Mit Sandoz und Galderma stossen zwei Akteure aus dem Gesundheitsbereich zum SMI. Zusammen mit den Pharmariesen Novartis und Roche, dem Augenheilspezialisten Alcon und dem Pharmazulieferer Lonza stammen nun sechs der zwanzig Index-Mitglieder aus dem Gesundheitssektor. Das Gewicht des Sektors steigt dadurch leicht auf rund 43 Prozent, wie Christoph Sax, Anlagechef beim Finanzdienstleister VZ, erklärt. Doch Entwarnung für alle, die ein Pharma-Klumpenrisiko fürchten: Bei genauerem Hinsehen unterscheiden sich die Geschäftsmodelle. Während Novartis und Roche klassische Pharmakonzerne sind, fokussiert sich Galderma auf die Dermatologie und Sandoz auf Generika. «Diese beiden Nischen waren im SMI bisher gar nicht vertreten», betont Sax.

Was ist eigentlich der SMI?

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Der Swiss Market Index (SMI) ist das wichtigste Börsenbarometer der Schweiz, quasi das Schaufenster der Schweizer Börse. Dieser Leitindex bildet die Aktien der 20 bedeutendsten Schweizer Unternehmen ab – die sogenannten «Blue Chips». Der Begriff stammt übrigens aus dem Casino, wo die blauen Jetons traditionell den höchsten Wert haben. Da diese 20 Schwergewichte rund drei Viertel des gesamten Schweizer Aktienwerts abdecken, gilt der SMI als Abbild des heimischen Marktes. Investorinnen und Investoren interpretieren die Entwicklung des SMI auch als Stimmungsbild, als Frühindikator für wirtschaftliche Entwicklungen. Allerdings ist der SMI kein exaktes Abbild der Schweizer Wirtschaft. Die vielfältige KMU-Landschaft ist nicht abgebildet, dominant sind global tätige Konzerne. Einige Branchen wie Tourismus oder der klassische Detailhandel sind nicht vertreten.

Folgende Firmen gehören ab Montag zum SMI:

  • ABB (Industrie)
  • Alcon (Augenheilkunde)
  • Amrize (Baustoffe, abgespaltenes US-Geschäft von Holcim)
  • Galderma (Dermatologie)
  • Geberit (Sanitärtechnik)
  • Givaudan (Riechstoffe und Aromen)
  • Holcim (Baustoffe)
  • Logitech (Computerzubehör)
  • Lonza (Pharmazulieferer)
  • Nestlé (Nahrungsmittel)
  • Novartis (Pharma)
  • Partners Group (Finanzbranche)
  • Richemont (Uhren und Schmuck)
  • Roche (Pharma)
  • Sandoz (Generika)
  • Sika (Spezialitätenchemie)
  • Swiss Life (Vorsorge- und Finanzdienstleistungen)
  • Swiss Re (Rückversicherung)
  • UBS (Banken)
  • Zurich Insurance (Versicherungen)

Zu viel Macht der Grossen? Nestlé, Novartis und Roche sind Giganten, deren Börsenwert hoch ist. Damit solche Schwergewichte den restlichen Index nicht völlig erdrücken, gibt es einen Mechanismus: Die Anteile einzelner Unternehmen sind gedeckelt. Kein Konzern darf mehr als 18 Prozent des SMI ausmachen. Erreicht eine Aktie diese Grenze, wird ihr Gewicht künstlich heruntergeregelt. Diese Kappungsgrenze ist auch rechtlich wichtig: Sie stellt sicher, dass der SMI die strengen Diversifikationsregeln der EU einhält. Ohne diese Bremse dürften europäische Fonds und ETFs, die sich am SMI orientieren, in der EU gar nicht vertrieben werden. Trotz dieser Regulierung bleibt die Dominanz gross: Die «Big Three» machen zusammen immer noch etwa die Hälfte des SMI aus.

Hand zeigt auf einen Computerbildschirm mit einem Finanzdiagramm.
Legende: Die Schweizer Börse SIX ist jeweils zuständig für die Berechnung und Umsetzung des SMI. Keystone/Michael Buholzer

Wie ist es im Ausland? Im deutschen Leitindex DAX (40 Unternehmen) machen Industriewerte rund 36 Prozent aus, während der US-Index S&P 500 extrem technologielastig ist. «Auf Sektorenebene gibt es im DAX und im S&P 500 ähnlich ausgeprägte Branchenrisiken wie im Schweizer SMI mit dem Gesundheitsbereich», ordnet VZ-Anlagechef Christoph Sax ein. Allerdings sei die Dominanz einzelner Firmen im Ausland weniger extrem als in der Schweiz. Das schwerste Unternehmen im DAX ist derzeit Siemens mit rund 11 Prozent Gewicht, dicht gefolgt von SAP mit 10 Prozent. Im amerikanischen S&P 500 führt Nvidia die Rangliste mit rund 8 Prozent an, gefolgt von Apple mit rund 7 Prozent.

Alternativen zum SMI

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Für Investorinnen gilt die goldene Regel: Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb. Viele Kleinanleger investieren deshalb breit gestreut über börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Wer eine ausgewogenere Alternative zum SMI sucht, wird beim SLI fündig. Dieser umfasst die 30 grössten Schweizer Unternehmen. Das Besondere: Die vier grössten Titel sind bei jeweils 9 Prozent gedeckelt, alle anderen bei 4.5 Prozent.

Wer hingegen exakt die 20 Unternehmen des SMI halten, aber die Dominanz der Schwergewichte ausschalten möchte, kann auf den SMI Equal Weight setzen. In diesem Index sind alle 20 Aktien völlig gleich gewichtet – jede macht exakt 5 Prozent aus.

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