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Saturday, October 24, 2026

ZSC-Goalietalent (17) steht immer noch bei den Jungs im Tor

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Sie hatte diesen grossen Traum. Sie wollte Hockey-Torhüterin werden, seit sie als Sechsjährige angefangen hat, sich die Schlittschuhe zu schnüren. Norina Schrupkowski musste bei den Junioren der GCK Lions jedoch zuerst als Feldspielerin ran. «Eine Saison lang», erzählt die Erlenbacherin. «Dann schrieb ich meinem Trainer einen Brief und bat ihn darin darum, Goalie sein zu dürfen.» Sie darf. Es ist der Anfang einer vielversprechenden Laufbahn.

Als 13-Jährige debütierte Schrupkowski mit den GCK Lions in der zweithöchsten Frauen-Liga SWHL B und wurde nach dem Match sogleich als beste Spielerin ausgezeichnet. Hauptsächlich aber stand und steht die Teenagerin bei den Jungs im Kasten. Bei der U15 sowohl im Top- als auch im Elit-Team, bei der U18 nun hauptsächlich in der Top-Mannschaft. Einen Höhepunkt erlebte sie an der letzten U18-Frauen-WM im kanadischen Sydney: Sie wurde zur besten Torhüterin des Turniers erkoren und ins All-Star-Team gewählt. Seit dieser Saison darf sie nun auch bei den ZSC-Frauen in der höchsten Liga ran.

Darum spielt sie gerne bei den Jungs weiter

Schrupkowski pendelt zwischen zwei Hockeywelten. Denn sie möchte unbedingt weiter in der U18 bei den Jungs bleiben. Als Feldspielerin wäre ihr das altersmässig nur bis 18-jährig möglich, als Goalie jedoch, solange sie möchte. Als einziges Mädchen im Team fühlt sie sich voll integriert und akzeptiert. «Das ist mit ein Grund, weshalb ich gerne da weiterspielen möchte.» Nebst den sportlichen. «Für meine Entwicklung bringt es mir viel.» Das Hockey der Jungs beschreibt sie als schneller und intensiver, «und die Schüsse sind härter». Das schreckte sie aber noch nie ab. In der Women’s League sei dafür die Spielintelligenz eine andere, weil die Spielerinnen viel erfahrener seien.

Am Samstag steht nun der Knüller gegen die Leaderinnen aus Fribourg an (16.30 Uhr live auf blick.ch). Schrupkowski, die dann ihren 17. Geburtstag feiert, ist im Kader der ZSC Lions. Weil der Hockey-Unterschied so gross ist, wechselt sie meistens wochenweise ab mit den Teams. Als ihre Stärken nennt die 1,75 m grosse Keeperin ihre Reflexe und Beweglichkeit, ihre Trainer attestieren ihr Reife und Intelligenz. Die Absolventin des Kunst- und Sport-Gymnasiums in Zürich hat klare Vorstellungen ihrer Ziele.

Ihr ist bewusst, dass sie als nächsten Schritt einen Stammplatz in einem Frauen-Team anstreben möchte. Ebenso in der Frauen-Nati, in der aber mit den beiden gedrafteten Torhüterinnen Andrea Brändli (29, Detroit) und Saskia Maurer (25, Las Vegas) zwei starke Berufskolleginnen am Werk sind. Schrupkowski hat vor, ein späteres Studium mit College-Hockey in Nordamerika zu verbinden. Ein optimaler Weg, um ihren Traum zu verwirklichen: Den Sprung in die Profi-Liga PWHL zu schaffen. Zunächst aber geniesst sie jede Minute mit den Löwinnen.

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