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Thursday, October 22, 2026

Thailand plant härtere Strafen fürs Kiffen: Touristen im Visier

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Verschärfte Drogengesetze

Thailand plant härtere Strafen fürs Kiffen: Touristen im Visier

Wer in Thailand mit illegalen Drogen erwischt wird, könnte künftig deutlich härter bestraft werden. Die Regierung will die Drogengesetze verschärfen. Besonders brisant: Schon der Besitz könnte reichen, um als Dealer eingestuft zu werden.

Publiziert: vor 17 Minuten

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Gunda BosselSEO-Redaktorin

Thailand will seine Drogengesetze deutlich verschärfen. Nach den Plänen soll künftig bereits der Besitz illegaler Drogen ausreichen, um jemanden strafrechtlich als Drogenhändler einzustufen. Das könnte auch Reisende treffen, die während ihrer Ferien mit Drogen erwischt werden.

Wie das deutschsprachige Thailand-Magazin «Der Farang» am 22. Oktober berichtet, plant das Land eine grundlegende Verschärfung der bisherigen Regeln. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie künftig zwischen Drogenkonsum und Drogenhandel unterschieden werden soll.

Bislang spielt diese Unterscheidung eine wichtige Rolle. Die geplante Neuregelung könnte dazu führen, dass Menschen, die Drogen lediglich für den Eigenkonsum besitzen, strafrechtlich als Händler behandelt werden.

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Auch Kiffer müssen mit härteren Konsequenzen rechnen

Für Thailand-Reisende ist die Entwicklung besonders relevant. Wer in den Ferien kifft oder andere illegale Drogen bei sich hat, könnte künftig mit deutlich schwerwiegenderen strafrechtlichen Folgen konfrontiert sein. Denn wenn bereits der Besitz für eine Einstufung als Dealer ausreichen soll, könnte auch der vermeintlich harmlose Eigenkonsum zum Problem werden.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Cannabis und anderen illegalen Drogen: Welche konkreten Folgen die geplanten Änderungen für den Besitz von Cannabis haben werden, geht aus den bislang vorliegenden Informationen nicht hervor. Die geplante Verschärfung sollte deshalb nicht automatisch als neue Strafregel für jeden Cannabisbesitz verstanden werden.

Noch sind die Details offen

Wie genau die geplanten Änderungen umgesetzt werden sollen und welche konkreten Strafen drohen könnten, ist anhand der bisher veröffentlichten Informationen nicht abschliessend zu beurteilen. Auch lässt sich daraus noch nicht ableiten, ab welchem Zeitpunkt neue Regeln gelten würden.

Wie sieht es jetzt aus?

In Thailand ist Cannabis seit Juni 2025 wieder auf medizinische Zwecke beschränkt. Touristen dürfen Cannabisblüten grundsätzlich also nur mit einer gültigen, in Thailand ausgestellten Verschreibung kaufen, besitzen oder konsumieren. Öffentliches Kiffen kann ebenfalls rechtliche Konsequenzen haben. Auch die Ausfuhr von Cannabis ohne Genehmigung ist verboten und kann hohe Strafen nach sich ziehen. Diese hängt davon ab, welcher Verstoss vorliegt und welche gesetzlichen Bestimmungen anwendbar sind. Für bestimmte Verstösse beim illegalen Verkauf, bei der Verarbeitung oder bei der Ausfuhr von Cannabisblüten sieht das thailändische Recht laut Regierungsangaben bis zu ein Jahr Haft und 20'000 Baht Busse vor. Für illegale Ausfuhren gelten zusätzliche Zollvorschriften mit deutlich höheren möglichen Strafen.

Cannabis-Shops bedeuten nicht, dass der Verkauf legal ist

Der Verkauf von Cannabisblüten an Personen ohne entsprechende Verschreibung ist verboten. Auch Onlineverkäufe, Verkaufsautomaten und Werbung für Cannabisblüten sind untersagt. Dass ein Geschäft Cannabis auch heute, trotz der Änderung der Gesetze im Jahr 2025, noch offen anbietet, bedeutet nicht automatisch, dass der Verkauf rechtmässig ist.

Für Reisende gilt deshalb weiterhin: Die jeweils geltenden thailändischen Drogengesetze sind entscheidend. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, riskiert rechtliche Konsequenzen. Das gilt nicht nur im Bereich von Betäubungsmitteln, auch bei der Einreise sind zahlreiche Dinge zu beachten. Die geplante Verschärfung zeigt zudem, dass sich die rechtliche Lage jederzeit ändern kann und du die geltenden Bestimmungen vor deiner Reise genau prüfen solltest.

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