Geschäft mit Internetadressen – Warum plötzlich Tausende Sloweniens «.si»-Domains wollen

Eine Länder-Domain ist mehr als nur eine auffällige Internetadresse. Wer etwa «.si», «.ly» oder «.eu» nutzt, muss die Regeln der jeweiligen Vergabestelle beachten. Wer dagegen verstösst oder die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, kann die Adresse verlieren.
Das ist bereits passiert. 2010 wurde der US-Kurzlinkdienst vb.ly abgeschaltet, weil die libysche Vergabestelle einen Verstoss gegen ihre Inhaltsregeln sah.
Nach dem Brexit verloren zudem Zehntausende britische Besitzer ihre «.eu»-Domains. Grund: Für diese Endung braucht es grundsätzlich einen Bezug zur EU oder zum Europäischen Wirtschaftsraum – etwa durch Wohnsitz, Staatsbürgerschaft oder Firmensitz. Viele britische Inhaber erfüllten diese Voraussetzung nach dem EU-Austritt nicht mehr.
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