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Tuesday, September 22, 2026

«Stand nicht immer in der Sonne»: Der steile Aufstieg von Nati-Juwel Britschgi

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Ex-Coach über Nati-Juwel

«Er stand nicht immer in der Sonne.»

Sascha Britschgi steht erstmals im Aufgebot der Nati. Der 20-jährige Parma-Profi erfüllt sich damit einen Kindheitstraum – und lässt auch seinen früheren Trainer Udo Portmann stolz zurück.

Publiziert: vor 11 Minuten

Aktualisiert: vor 3 Minuten

Vor wenigen Monaten noch sagte Sascha Britschgi gegenüber Blick, dass die Nati ein Traum für ihn sei. Jetzt ist der 20-Jährige bereits erstmals mit dabei. Ausgebildet als Rechtsverteidiger, aber mit reichlich Erfahrung auf der linken Seite. Genau das, was Murat Yakin braucht nach dem Rücktritt von Silvan Widmer und dem Fehlen von Miro Muheim sowie Denis Zakaria.

Der Nati-Trainer verriet, dass es bei Britschgi eine Minute ruhig war, als er ihn am Telefon über das Aufgebot informiert hat. «Ich brauchte kurz Zeit, um es zu realisieren. Es war wirklich wow, sehr viele Emotionen in meinem Kopf – das ist ein Kindheitstraum», erklärt Britschgi am Dienstag in Belek.

«Ich werde alles geben»

Karrieretechnisch befindet sich der junge Luzerner seit einem Jahr auf der Überholspur. Nur gerade mal drei Startelfeinsätze in der Super League beim FC Luzern reichten im Sommer 2025 für einen Transfer zu Parma in die Serie A. Während nicht wenige Beobachter den Schritt als zu früh einstuften, war Britschgi nach wenigen Wochen bereits Stammspieler. Gleiches will er nun in der Nati schaffen. «Es erfüllt mich mit grossem Stolz, hier zu sein, und ich werde alles geben», so der 20-Jährige.

Ein langjähriger Begleiter Britschgis ist Luzern-Trainer Udo Portmann. «Er hat mich drei lange Jahre begleitet, wir haben zusammen den Cup gewonnen.» Er sei heute noch mit seinem früheren Jugendtrainer in regelmässigem Austausch, habe ihn auch im Sommer getroffen, als er zu Besuch in Luzern gewesen sei. «Ich habe mich wirklich sehr für ihn gefreut, als er zum Cheftrainer der 1. Mannschaft befördert worden ist.»

Hühnerhaut-Moment für FCL-Trainer

Keiner kennt Britschgis Weg so gut wie Portmann. Der heutige FCL-Coach arbeitete im Nachwuchs jahrelang mit dem Nati-Neuling zusammen. Unter Portmann bestritt der Rechtsverteidiger 48 Partien für Luzern – verteilt auf die U15, U18 und U19. Entsprechend gross ist die Freude beim Trainer, als ihn Blick auf Britschgis erstes Aufgebot für die A-Nati anspricht. «Ich verspüre eine unglaubliche Freude für ihn.»

So glücklich der Spieler im Sommer darüber war, dass Portmann die Chance als Cheftrainer erhielt, so sehr freut sich nun der Coach über die Entwicklung seines ehemaligen Schützlings. «Ich kenne auch ein Stück weit seine Familie. Auch deshalb ist das für mich ein Hühnerhaut-Moment», sagt der frühere Sportlehrer.

Britschgi als Paradebeispiel

«Sein Weg ist für mich exemplarisch», findet Portmann. Für ihn ist Britschgi ein Paradebeispiel dafür, was sich mit Talent, Wille und Beharrlichkeit erreichen lässt. «Er stand nicht immer in der Sonne. Trotzdem ist er immer drangeblieben und hat sich den Herausforderungen jedes Mal aufs Neue gestellt.» Von aussen sehe es manchmal so aus, als wäre eine solche Entwicklung ganz einfach. «Aber das ist es überhaupt nicht», sagt Portmann.

Es seien genau diese Erfahrungen, die einen Spieler später prägten. Britschgi habe gelernt, stets ans Limit zu gehen und sich immer wieder durchzubeissen. «Dass solche Spieler dann in der U19 oder U21 durchmarschieren, bei Parma in der Serie A sofort spielen und ein Jahr später ein Nati-Aufgebot kriegen, ist für mich einfach sinnbildlich und eine abartige Freude.»

«Auszeichnung, dass gut gearbeitet wird»

Britschgis Aufgebot ist auch für Portmann persönlich eine Auszeichnung. Der Aussenläufer wird der erste Spieler sein, den der heutige Luzern-Trainer begleitet hat und der den Sprung in die A-Nati schafft. Entsprechend dürfte Portmann die kommenden Länderspiele mit besonderer Freude verfolgen – zumal zwei davon erst noch in Luzern stattfinden.

«Ich schaue die Nati immer gerne. Aber wenn Luzerner dabei sind, ist das gleichzeitig eine Auszeichnung dafür, dass hier gut gearbeitet wird», sagt Portmann. Auch wenn er es nicht explizit sagt: Bei Britschgi darf dieses Lob durchaus auch für ihn selbst gelten. Schliesslich verbindet die beiden nicht nur ihre gemeinsame Zeit beim FCL, sondern auch eine besondere persönliche Beziehung.

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