Irans Präsident Massud Peseschkian im Interview mit «Fox News»: «Unser Oberster Führer ist bei bester Gesundheit»
Irans Präsident Massud Peseschkian im Interview mit «Fox News»
«Unser Oberster Führer ist bei bester Gesundheit»
Massud Peseschkian (71) beteuert im Interview mit Fox News: Der Iran strebt weder Atomwaffen noch Krieg an. Er verweist auf eine Fatwa gegen Massenvernichtungswaffen und spricht über die Gesundheit des Obersten Führers Chamenei (57).
Publiziert: 00:57 Uhr
Aktualisiert: vor 14 Minuten
Darum gehts
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- Iran dementiert Atomwaffenpläne trotz 60 Prozent Urananreicherung
- Präsident Peseschkian: Chamenei bei bester Gesundheit, Gerüchte über Verletzung falsch
- Chamenei seit Monaten unsichtbar, angeblich Angriff überlebt, keine Bestätigung
Guido FelderAusland-Redaktor
In einem Exklusiv-Interview mit Fox News-Moderator Bret Baier (56) wies der iranische Präsident Massud Peseschkian (71) jegliche Absichten des Landes zum Bau von Atomwaffen zurück – trotz einer Urananreicherung von 60 Prozent. Er begründete dies mit einem bestehenden «religiösen Dekret» (Fatwa), das den Besitz und Einsatz von Massenvernichtungswaffen verbiete.
Zudem dementierte er Spekulationen über den Gesundheitszustand des Obersten Führers Modschtaba Chamenei (57). Er behauptete, den Obersten Führer vor etwa einem Monat persönlich für ein rund siebenstündiges Gespräch getroffen zu haben. Er versicherte nachdrücklich, er sei bei bester Gesundheit und voll regierungsfähig. Peseschkian machte für das Abtauchen den «Mangel an Sicherheit verantwortlich, der durch das Handeln von Ausländern» entstanden sei. Er bezeichnete diese als «Aggressoren».
Chamenei hat sich seit Monaten nicht mehr gezeigt. Es wird spekuliert, dass er bei einem Angriff schwer verletzt worden ist.
Wegen der amerikanischen und israelischen Angriffe fragte Baier, ob der Iran den Weg des Krieges oder einer Einigung wähle. Die Antwort: «Wir wählen nicht den Krieg. Der Krieg wurde uns aufgezwungen. Wir streben keinen Krieg an.»
Viele «Missverständnisse»
Im Fox-News-Interview nahm der iranische Präsident Stellung zur Frage, wer die Einhaltung künftiger Abkommen durch die Revolutionsgarden (IRGC) garantiere. Er schob die Schuld für das Scheitern bisheriger Vereinbarungen auf «mangelnde Koordination» und tiefsitzende «Missverständnisse» zwischen Washington und Teheran.
Eine geplante Arbeitsgruppe zur Vermeidung solcher Pannen sei nie zustande gekommen, beklagte Pezeshkian: «Wir hatten nie die Chance, dieses Team aufzubauen.» Zugleich kritisierte er das US-Militär in der Region, das «nach Belieben das Feuer eröffne». Um Zwischenfälle zu verhindern, brauche es künftig direkte, offene Kommunikationskanäle zweier fester Arbeitsgruppen.
Den Vorwurf, der Iran greife die eigene Bevölkerung an, wies Peseschkian entschieden zurück und beschuldigte stattdessen die USA: «Wer hat Terroranschläge gegen uns verübt? Wer hat unsere Schulen angegriffen?»
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