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Thursday, September 24, 2026

Bis 30 Grad: «Sommer kommt nicht zurück – er ist noch hier»

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  • Ein Azorenhoch sorgt in der Schweiz für anhaltenden Altweibersommer mit Temperaturen bis 30 Grad.
  • Laut Meteorologe Peter Wick war der September drei bis fünf Grad wärmer als üblich – das warme Wetter hält bis mindestens Mitte nächster Woche an.
  • Die Trockenheit verschärft sich weiter: See-, Fluss- und Grundwasserpegel sind teils auf Rekordtiefstständen.

Obwohl der meteorologische Herbstanfang schon fast einen Monat zurückliegt, mutet das Wetter weiterhin ganz anders an: Schon seit Beginn der Woche steigen die Tageshöchstwerte vielerorts auf über 20 Grad, aufs Wochenende hin dürften die Thermometer weiter nach oben klettern.

«Bemerkenswert» hohe September-Temperaturen

Dass der Herbst im sogenannten «Altweibersommer» nochmals mit lauen Temperaturen und viel Sonne überrascht, ist ein bekanntes Phänomen – dass die Temperaturen dabei so hoch ausfallen, ist laut Peter Wick aber ungewöhnlich: «25 bis 27 Grad Ende September sind definitiv sehr bemerkenswert», so der Meteorologe.

Darum ist der Altweibersommer 2026 so warm

Für die hohen Temperaturen sorgt vor allem ein Azorenhoch, das sich derzeit über der Schweiz breit macht: Der Jetstream, also das Starkwindband in grosser Höhe, verläuft derzeit relativ weit nördlich, wie Wick schreibt. Dadurch haben atlantische Tiefdruckgebiete Mühe, bis nach Mitteleuropa vorzustossen. Gleichzeitig kann sich hoher Luftdruck vom Atlantik bis nach Mitteleuropa ausdehnen – genau dieses Muster hat bereits grosse Teile des Septembers geprägt. In einem Hoch sinkt die Luft grossräumig ab und erwärmt sich dabei. Wolken haben es dadurch schwerer, und die Sonne kann Ende September nochmals erstaunlich viel herausholen.

Dass zum Beginn der nächsten Woche weiterhin Temperaturen von 25 bis 29 Grad möglich sind, zeige, dass das Wetter für diese Jahreszeit deutlich zu warm sei. «Dazu passt das Gesamtbild dieses Septembers: Er war bisher sehr sonnig, sehr bis extrem trocken und gemäss Statistik verbreitet etwa drei bis fünf Grad wärmer als üblich. Der Sommer kommt also nicht wirklich zurück – er ist noch immer hier», so Wick.

Trockenheit spitzt sich weiter zu

Was Sommerfans erfreuen dürfte, verschärft die Lage für viele Pflanzen und Tiere weiter: Nach dem «staubtrockenen» Sommer gehe es nun mit einem extrem trockenen September weiter. «Sprich: Die See- und Flusspegel, aber auch die Grundwasserpegel sind nach wie vor auf Talfahrt und teils auf Rekordtiefstständen – und werden das vorerst auch bleiben.»

Wie stehst du zu den sommerlichen Temperaturen Ende September?

Denn mit Beginn des neuen Monats dürfte laut Wick zwar mehr Dynamik ins Wetter kommen, grössere oder länger anhaltende Niederschläge sind aber auch dann noch alles andere als sicher: «Nach heutigem Stand könnte uns das warme und weitgehend freundliche Wetter nicht nur am Wochenende, sondern bis mindestens Dienstag oder Mittwoch begleiten.»

Hier sind bis zu 30 Grad möglich

Dabei rechnet der Meteorologe am Montag und Dienstag noch mit Höchsttemperaturen von rund 25 bis 27 Grad, in der Region Basel, Genf und gegebenenfalls im Wallis auch 28 bis 29 Grad. Wick schliesst zudem nicht aus, dass an einzelnen Orten in diesen Regionen gar noch die 30-Grad-Marke geknackt werden könnte – und das Ende September.

Benedikt Hollenstein

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.

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