Schwere Überschwemmungen: Menschen harren auf Dächern aus

- Sturmtief Adam bringt dem Norden der Provinz Alicante und dem Süden von Valencia sintflutartige Regenfälle.
- In l’Atzúbia fielen in weniger als 36 Stunden bis zu 700 Liter Regen pro Quadratmeter.
- Am Sonntag starb an einem Strand in Sagunto eine Frau.
- Die Regionalregierung rief für Marina Alta und La Safor die Notfallstufe 2 aus.
Das Unwettertief Adam bringt dem Norden der Provinz Alicante und dem Süden der Provinz Valencia anhaltende, sintflutartige Regenfälle. Betroffen sind unter anderem Dénia, Pego und Gandia. In l’Atzúbia fielen in weniger als 36 Stunden bis zu 700 Liter pro Quadratmeter. Am Sonntag starb an einem Strand in Sagunto eine Frau. Die Behörden rufen die Bevölkerung zu höchster Vorsicht auf. Sie soll Fahrten vermeiden und sich von Flussläufen sowie der Küste fernhalten.
Nach Angaben der staatlichen Wetteragentur Aemet ist die Regenintensität sintflutartig: Allein innerhalb einer Stunde wurden am Strand von Oliva, südlich von Valencia, 131,9 Liter pro Quadratmeter gemessen, wie «El Pais» berichtet. Zwischen Pego, Real de Gandia, Villalonga und Barx kamen in den vergangenen 48 Stunden mehr als 500 Liter pro Quadratmeter zusammen.
Gemeinde bittet Bevölkerung, unnötige Wege zu vermeiden
In der Nacht auf Montag trat der Fluss Girona bei Els Poblets über die Ufer und überschwemmte die Gebiete nahe dem Flussbett. Das teilte die Gemeinde mit 2750 Einwohnern in den sozialen Netzwerken mit. Für die Region gilt seit Sonntag bis Montag, 10 Uhr, die höchste Unwetterwarnstufe Rot.
Die Gemeinde bittet die Bevölkerung, alle unnötigen Wege zu vermeiden. «Versucht nicht, überschwemmte Strassen oder Wege zu überqueren – weder zu Fuss noch mit dem Fahrzeug», warnt sie. Wer sich in einem betroffenen Gebiet befinde, solle sich in obere Stockwerke begeben und den Anweisungen der Rettungskräfte folgen.
Gefahr «aussergewöhnlich»
Am Montag um 6 Uhr rief die Regionalregierung von Valencia für die Regionen Marina Alta und La Safor die Notfallstufe 2 aus. Diese wird aktiviert, wenn eine Notlage nicht mehr mit lokalen oder regionalen Mitteln bewältigt werden kann. Dann braucht es ausserordentliche und staatliche Ressourcen – etwa die spanische Militäreinheit für Notfälle und Katastrophenschutz.
Der Appell an die Bevölkerung ist klar: «Bewegt euch nicht fort, begebt euch in höhere Bereiche und befolgt alle Empfehlungen der Notfallbehörde», schreibt Pilar Bernabé, Vertreterin der spanischen Zentralregierung in der Region Valencia, auf X.
Eine Stunde später verschickte die Regionalregierung eine neue Warnung aufs Handy der Bevölkerung. Grund seien «die erneute Zunahme anhaltender und intensiver Niederschläge sowie Überschwemmungen durch übertretende Gewässer und Wasseransammlungen». Die Menschen sollen sich in höher gelegene Bereiche begeben, «nicht in Keller oder Garagen hinabsteigen» und keine Aufzüge benutzen.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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