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Friday, October 2, 2026

Angespannte Energiemärkte – G7 wollen bis zu 100 Millionen Barrel Ölreserven freigeben

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  • Die G7-Staaten wollen angesichts der steigenden Kraftstoffpreise Ölreserven freigeben.
  • Die Freigabe von 100 Millionen Barrel Rohöl, auf die sich die G7 bereits im März verständigt hatten, soll ab sofort über vier Monate erfolgen.
  • Zuvor hatten sich die G7-Staaten in einer Videoschalte beraten.

In den kommenden Tagen wollen die G7 zudem im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA) über zusätzliche Diesel-Freigaben beraten. Die G7 sprechen in ihrer Stellungnahme von einer «beispiellosen Volatilität auf den Ölmärkten».

Der französische Präsident Emmanuel Macron, unter dessen Vorsitz die Videoschalte stattfand, sagte, die G7-Staaten hätten vereinbart, ihre Massnahmen weiter abzustimmen, um die Öllieferungen durch die Strasse von Hormus zu sichern. Die Massnahmen sollten dazu beitragen, die Preise auf den Weltmärkten zu senken. Zudem wollten sich die G7-Staaten abstimmen, um die Raffineriemargen und Transportkosten zu senken. «Anschliessend werden wir sehr darauf achten, dass sich dies so schnell wie möglich an der Tankstelle niederschlägt», sagte Macron.

Industrieanlagen mit mehreren Schornsteinen und Rohrleitungen.
Legende: Zu der Gruppe der G7 gehören neben Frankreich die USA, Deutschland, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan. REUTERS/Stephane Mahe/File Photo

Ursula von der Leyen, die Kommissionspräsidentin der EU, zeigte sich angesichts der G7-Verständigung zur sofortigen Nutzung von Ölnotreserven erleichtert. Auf X schrieb sie: «Wir begrüssen die Entscheidung der G7-Staaten, keine Exportverbote gegen Verbündete zu verhängen, sowie die anhaltende Solidarität zwischen den Partnern.»

Die grundsätzliche Entscheidung über eine gemeinsame Freigabe von Ölreserven liegt bei der IEA mit ihren 32 Mitgliedsländern. Diese müssen Notreserven für Krisenfälle anlegen. Insgesamt verfügen die Mitgliedsländer über 1.2 Milliarden Barrel strategische Reserven und 600 Millionen Barrel an Industrievorräten.

IEA-Länder haben sechsmal gemeinsam Reserven freigegeben

Eine gemeinsame Freigabe von Reserven ist selten. Die IEA nennt verschiedene weitere Massnahmen, mit denen Länder auf Versorgungsengpässe reagieren können. Dazu gehören etwa die kurzfristige Aktivierung zusätzlicher Produktionskapazitäten oder die Aussetzung von Qualitätsstandards.

Zuletzt hatte die IEA im März eine Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Rohöl aus strategischen Reserven freigegeben. Anlass war der Iran-Krieg. Wegen der weltweit steigenden Preise, insbesondere für Diesel, wurde nun erneut über eine Freigabe von Reserven diskutiert. US-Finanzminister Scott Bessent schrieb am Donnerstag auf X, Europa solle «zusätzliche Liefermengen unverzüglich bereitstellen».

Nach der Videoschalte schrieb US-Präsident Donald Trump auf Truth Social, Europa habe der Freigabe einer grossen Menge seiner Dieselvorräte zugestimmt.

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