«Kostete 500 Euro»: GC-Coach machte Deutsches Supertalent gross

- GC-Trainer Olaf Janssen holte Said El Mala (20) einst vom Bolzplatz zu Viktoria Köln und machte ihn zum Profi.
- El Mala debütierte kürzlich für die deutsche Nationalmannschaft und stand kurz vor einem 50-Millionen-Transfer zu Borussia Dortmund.
- Janssen soll nun bei den Grasshoppers das nächste Talent formen – er lobt GC für einen der besten Nachwuchse der Schweiz.
In Deutschland dominierte der Name Said El Mala (20) in diesem Sommer die Schlagzeilen. Borussia Dortmund wollte den Flügelspieler, der mit seinem schnellen Antritt und seinem starken Abschluss auffällt, offenbar für fast 50 Millionen Euro verpflichten. Doch die Kölner schoben dem Transfer letztlich einen Riegel vor.
Dass El Mala, der vor wenigen Tagen für Deutschland debütierte, überhaupt einmal den Sprung in die Bundesliga schaffen würde, hätten vor ein paar Jahren wohl nur die wenigsten gedacht. Einer davon war GC-Trainer Olaf Janssen. Er machte El Mala bei Viktoria Köln in der 3. Bundesliga zum Profi.
Vom Bolzplatz ins Rampenlicht
Zunächst war El Mala bei Gladbach als 15-Jähriger aussortiert worden. Seine Karriere schien vorüber, ehe sie überhaupt richtig begonnen hatte. Dann kam Janssen ins Spiel. «Mit 17 haben wir ihn dann vom Bolzplatz zu Viktoria Köln ins Probetraining geholt. Der U19-Trainer hatte mir dann gesagt, ich solle den mal angucken», erzählt Janssen.
Der frühere Scout von Stuttgart und Sportchef bei Frankfurt sollte ein Auge für Rohdiamanten haben – und erkannte das Potenzial von El Mala offenbar schnell. «Ihn ins Trainingslager mitzunehmen, kostete aber 500 Euro. Also musste ich erst mal mit dem Verein reden, dass wir ihn auch mitnehmen können. Das klappte und dann gings schnell – eine romantische Geschichte.»
Janssen hat Gespür für Rohdiamanten
Das deutsche Supertalent ist nicht der einzige Spieler, dem Janssen als Nobody eine Chance gab. Auch der kapverdische WM-Held Sydney Cabral spielte unter Janssen bei Viktoria Köln. Cabral erzielte an der WM im Sechzehntelfinal gegen Argentinien das «Tor des Turniers» und wechselte danach für 10 Millionen zu Trabzonspor.
Nun soll Janssen auch bei den Grasshoppers den nächsten «El Mala» finden und schleifen. Vielleicht wird der Wert nicht auf 50 Millionen steigen, aber die Talente sind vorhanden. Janssen: «GC hat einen der besten Nachwuchse der Schweiz. Ich habe eine sehr willige und wissbegierige Mannschaft vorgefunden. Das Potenzial ist vorhanden.»
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