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Tuesday, September 22, 2026

Trockenperiode im Herbst – Warum fällt derzeit so wenig Regen in der Schweiz?

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Sonnig, überdurchschnittlich warm und wenig Regen – der Herbst zeigt sich bislang ähnlich wie der Sommer. Warum das so ist und wann wieder Regen kommt, weiss Meteorologe Jan Eitel.

Jan Eitel

Meteorologe

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Jan Eitel hat an der Universität Basel Geografie mit der Spezialisierung Meteorologie studiert. Seit 2006 arbeitet er bei SRF Meteo.

Normalerweise finden im September bereits feuchtere Winde vom Atlantik den Weg in die Schweiz oder Föhnlagen sorgen dafür, dass feuchtwarme Mittelmeerluft am Alpensüdhang ausgepresst wird – aber nicht in diesem Jahr. In diesem September lag der Jetstream oft sehr weit im Norden und das Azorenhoch konnte sich oft bis nach Mitteleuropa ausdehnen. Folglich war es nicht nur zu trocken, sondern auch zu sonnig und drei bis fünf Grad zu warm.

Wie aussergewöhnlich ist die aktuelle Trockenperiode aus meteorologischer Sicht?

Sehr aussergewöhnlich. Abgesehen von einer feuchteren Witterungsphase zwischen dem 6. und 9. September dominierten weiterhin Hochdrucklagen das Schweizer Wetter. Vielerorts wurden vom 1. bis 22. September nur 10 bis 20 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags gemessen (Normperiode 1991 bis 2020). In den Alpen regnete es mit 30 bis 50 Prozent etwas mehr. Im Engadin, im Puschlav und im Münstertal wurde mit 60 bis 90 Prozent des Durchschnitts am meisten Regen verzeichnet. Die Wettermodelle zeigen bis zum Monatswechsel kaum nennenswerte Niederschläge.

Berglandschaft mit einem Haus auf der Hügelkuppe und weitem Blick ins Tal.
Legende: Derzeit keine Regenwolken in Sicht. Das Bild zeigt die Ebenalp im Kanton Appenzell Innerrhoden mit Blick in Richtung Norden, aufgenommen am 22.9.2026. Anita Heeb

Welche Regionen sind besonders betroffen?

Die Trockenheit ist in der Schweiz weitverbreitet. Im September regnete es mit rund 5 Millimetern in Airolo/TI am wenigsten. In einem durchschnittlichen September (Normperiode 1991 bis 2020) fallen hier normalerweise 190 Millimeter Niederschlag. Aber auch in Genf oder in Basel wurden nur 7 bis 10 Millimeter gemessen – das ist gerade mal eine knappe Giesskanne voll Wasser auf einen Quadratmeter Boden.

Ist in den nächsten Tagen oder Wochen Entspannung in Sicht?

Es bleibt vorerst trocken, sonnig und zu warm. Am Wochenende sind sogar wieder Temperaturhöchstwerte um 26 Grad möglich. Zum Monatswechsel nähern sich zwar Tiefdruckgebiete. Allerdings sieht es derzeit nicht nach einer längeren Regenperiode aus. Die Trockenheit wird uns höchstwahrscheinlich noch etwas länger beschäftigen.

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