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Thursday, October 15, 2026

Perfekter Android-Partner?: So gut ist das Acer Googlebook 14

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15.10.2026, 14:56 Uhr imageVon Klaus Wedekind

Das Acer Googlebook 14 ist eins der ersten Laptops mit Googles neuem Betriebssystem. Im Praxistest glänzt es durch eine attraktive, aufgeräumte Benutzeroberfläche und eine fast perfekte Zusammenarbeit mit Android-Smartphones. Es zeigt aber auch das größte Problem auf, das dem Erfolg der Googlebooks im Weg steht.

Google nimmt mit Googlebooks einen neuen Anlauf, um auch mit Laptops erfolgreich zu sein. Sie sollen die günstigen Chromebooks (vorerst) nicht ablösen, sondern mit hochwertiger Hardware das Premium-Segment besetzen, ideale Partner für Android-Smartphones und speziell für die Gemini-KI des Unternehmens konzipiert sein.

Einer der ersten Vertreter ist das Acer Googlebook 14, das ntv.de ausprobiert hat. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Convertible. Das heißt, man kann sein Touch-Display umklappen und es wie ein Tablet nutzen.

Dünn und leicht, aber ausdauernd

Das Acer-Convertible ist derzeit das günstigste erhältliche Googlebook, was aber immer noch einen Startpreis von knapp 1250 Euro bedeutet. Dafür wirkt es in seinem blaugrauem Aluminiumgehäuse aber nicht nur hochwertig, sondern ist es auch. Obendrein ist es mit knapp 1,1 Kilogramm sehr leicht und zusammengeklappt nur rund 1,4 Zentimeter dick.

Acer Googlebook 14 Test (5 von 5)
Im Vergleich mit einem Google Pixel 10 Pro XL sieht man, wie dünn der Laptop zusammengeklappt ist. (Foto: kwe)

Das erlaubt keinen besonders großen Akku. Nach rund einer Woche regelmäßiger Nutzung kann man jedoch sagen, dass man bei durchschnittlicher Nutzung bis zu zehn Stunden Laufzeit erwarten kann. Fordert man das Gerät, ist mit sechs bis acht Stunden zu rechnen.

Tolles OLED-Display

Technisches Glanzstück ist sein prächtiges 14-Zoll-OLED-Display im 16:10-Format. Es bietet eine maximale Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz, hat eine hohe Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln und kann bis zu 500 Nits hell leuchten. Dazu stellt es Farben mit einer 100-Prozent-Abdeckung von DCI-P3 perfekt dar.

Auf der Außenseite des Display-Deckels befindet sich ein kleiner LED-Leuchtstreifen. Er zeigt die ungefähre Akkuladung an und leuchtet bunt, wenn Gemini in Aktion ist. Das ist ganz nett, aber eigentlich überflüssig.

Komfortable Tastatur mit Extra

Die hintergrundbeleuchtete Tastatur ist komfortabel zu tippen und unterscheidet sich fast nicht von einem Windows-Keyboard. Auch das großzügige Touchpad, das angenehm glatt ist und akkurat reagiert, bietet weitgehend die üblichen Gesten.

Eine ausgesprochene Besonderheit ist, dass die Feststelltaste (Caps) eine Taste für den schnellen Zugriff auf Emojis, Übersetzer et cetera darstellt. Für ihre eigentliche Funktion muss man gleichzeitig Fn drücken. Caps und drei weitere sogenannte Modifikationstasten lassen sich auch andere Funktionen zuweisen.

Rechts oben im Eck sitzt ein flott reagierender Fingerabdrucksensor. Links und rechts der Tastatur hat das Gerät Stereo-Lautsprecher. Sie machen bei Videos einen guten Job, für Musik sind aber die Bässe zu schwach.

Wenige Anschlüsse

Die Anschlüsse sind schnell aufgezählt: Außer einer Kopfhörerbuchse verfügt das Acer Googlebook 14 nur über drei USB-C-Anschlüsse. Einer bietet Thunderbolt 4, die beiden anderen USB 3.2 Gen 2. Bei den Funkverbindungen ist das Gerät mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 auf dem neuesten Stand.

Der SSD-Speicher (PCIe Gen 4 NVMe) ist 512 Gigabyte (GB) groß, der Arbeitsspeicher (LPDDR5X) bietet 16 GB. Das Testgerät wird von einem Intel Core Ultra 5 angetrieben, für 100 Euro mehr bekommt man einen Ultra 7.

Ausreichend Leistung

Das Betriebssystem GooglebookOS ist im Kern Android 17, wie es auch von Benchmark-Werkzeugen angezeigt wird. In Geekbench 6 erreichte das Acer-Laptop im CPU-Test 2413 und 9659 Punkte mit einem oder allen acht Rechenkernen. Damit liegt es etwa auf dem Niveau eines Samsung Galaxy S25. Beim Grafikprozessor (GPU) erreichte das Googlebook 10609 Punkte, womit es sich zwischen einem Galaxy S23 Ultra und einem S24 Ultra platzierte.

Die Leistung ist also nicht überragend, reicht aber locker aus, um alle Aufgaben, die das Gerät im Test erfüllen musste, flüssig zu erledigen. Das liegt aber auch daran, dass es derzeit keine besonders anspruchsvollen Programme für Googlebooks gibt. Auch bei den von Google vorgeschlagenen Adobe-Anwendungen Photoshop und Lightroom handelt es sich letztlich nur um angepasste Android-Apps. Mit den wesentlich leistungsfähigeren und umfangreicheren Desktop-Varianten sind sie nicht zu vergleichen.

Keine echten Desktop-Programme

Dass es außer dem Chrome-Browser zumindest bisher keine echten Desktop-Programme wie bei Windows oder macOS gibt, ist der große Nachteil der Googlebooks. Und es ist zweifelhaft, dass sich das so schnell ändern wird. Denn für die Entwickler lohnt es sich einfach nicht, Desktop-Anwendungen für GooglebookOS anzupassen, solange deren Reichweite gering ist. Google könnte einige dafür bezahlen, mehr aber auch nicht.

Grundsätzlich laufen alle Android-Apps auf Googlebooks. Zwar sind bis auf einige Ausnahmen die meisten davon bisher nicht für den Laptop-Einsatz optimiert, aber viele sind für Tablets und damit für den 14-Zoll-Bildschirm geeignet. Ist man damit zufrieden, macht GooglebookOS richtig Spaß.

Gute Teamarbeit mit Android-Smartphone

Die Benutzeroberfläche ist aufgeräumt und wirkt durchdacht. Egal, ob man von einem Windows-Rechner oder Mac kommt, man findet sich leicht zurecht. Besonders einfach ist es aber für Nutzerinnen und Nutzer von Android-Smartphones, die auch in erster Linie die Zielgruppe darstellen.

Das beginnt schon bei der Einrichtung des Googlebooks, bei der man Einstellungen und Apps einfach übernehmen kann. Außerdem gehen Smartphone und Laptop mit wenigen Klicks eine enge Verbindung ein. Sie erlaubt es unter anderem, auf dem Handy begonnene Arbeiten auf dem Googlebook fortzusetzen. Die Verbindung bleibt leider nach Ende einer Sitzung nicht bestehen, man muss jedes Mal einen QR-Code scannen.

Bei kompatiblen Apps wie Google Docs wird automatisch ein Symbol in der Taskleiste angezeigt, über das man direkt weitermachen kann. Es öffnet sich dann aber keine alleinstehende App, sondern ein Tab im Chrome-Browser. Ansonsten kann man die Smartphone-App auf das Googlebook streamen, wo sie simultan ausgeführt wird. Das funktioniert gut, es wirkt aber irgendwie doppelt gemoppelt.

Linux-Anwendungen in Terminal-App

Grundsätzlich kann man über die Terminal-App auch Linux-Anwendungen auf einem Googlebook ausführen. Das ist zwar nicht ganz unkompliziert, wenn man sich nicht auskennt. Aber mit Unterstützung von Gemini bekommt man das hin. Im Praxistest kamen unter anderem die Photoshop-Alternative Gimp, der VLC-Player oder die Office-Suite LibreOffice zum Einsatz.

Praktische, aber eingeschränkte KI-Funktionen

Unter anderem durch die (berechtigten) EU-Einschränkungen ist Gemini derzeit in der EU nicht wirklich allgegenwärtig auf Googlebooks. Es gibt aber ein paar sehr praktische integrierte KI-Funktionen.

Da ist zum einen der magische Pointer. Damit ist gemeint, dass man den Cursor über einen Bildschirminhalt bewegen kann, um beispielsweise Gemini Fragen dazu zu stellen, Text übersetzen zu lassen oder automatisch Vorschläge zu erhalten. Um die Funktion zu starten, kann man eine Tastenkombination nutzen oder ein Symbol in der Statusleiste oben rechts anklicken. Wenn man möchte, kann man auch einstellen, dass der magische Pointer aktiviert wird, wenn man den Cursor schnell hin- und herbewegt.

Das klappt gut, man kann dafür aber auch das von Android-Smartphones bekannte Circle to Search nutzen, wobei man Inhalte auswählen kann, nachdem man lange die Aktionstaste (G-Taste) in der Taskleiste des Googlebooks gedrückt hält.

Hilfreich ist auch "Rambler". Dabei werden bei diktierten Texten Füllwörter wie "Hm" automatisch entfernt. Um die Funktion zu verwenden, muss man nur eine spezielle Taste drücken, nachdem man dies in den Einstellungen eingerichtet hat. Nicht nur das klappt vorzüglich. Man kann die KI auch bitten, Text in einen gewissen Stil umzuwandeln, etwa unfreundliche in freundliche Anweisungen.

Widgets sind allgemein eine hübsche Sache in GooglebookOS, und im Prinzip kann man sich sogar eigene prompten, also der KI beschreiben, was sie anzeigen sollen. Angezeigt wird die Option auch, sie gehört allerdings zu den KI-Funktionen, die derzeit in der EU nicht zur Verfügung stehen.

Ansonsten kann man über die Taskleiste jederzeit auf die Gemini-App zugreifen. Beim Kauf eine Googlebooks erhält man zwölf Monate kostenlos ein Pro-Abo. Danach muss man 22 Euro pro Monat oder 220 Euro pro Jahr hinblättern.

Fazit

Das Acer Googlebook 14 ist ein starkes Stück Hardware. Es ist hochwertig, leicht und schlank, bietet eine gute Ausdauer und ausreichend Leistung für alle verfügbaren Aufgaben. Hier liegt aber auch der Hund begraben: Die Möglichkeiten von GooglebookOS sind beschränkt, leistungsstarke Desktop-Anwendungen wie bei Windows oder macOS gibt es nicht. Insofern ist ein Googlebook auch kein gleichwertiger Ersatz.

Wenn man nicht mehr benötigt als Android-Apps, Web-Anwendungen im Chrome-Browser und Linux-Anwendungen in der Terminal-App, ist das Gerät zwar eine interessante, aber sehr teure Option. Man muss dann schon ausgesprochener Google-Fan sein, um für einen ähnlichen Preis keinen Windows-Laptop oder ein MacBook zu kaufen.

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