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Wednesday, September 23, 2026

"Sind Opfer des Terrorismus": Irans Präsident dreht Trumps Spieß bei UN-Rede um

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"Sind Opfer des Terrorismus"Irans Präsident dreht Trumps Spieß bei UN-Rede um

23.09.2026, 17:02 Uhr

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Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigt ein Bildnis des früheren obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Khamenei. Die US-Angriffe auf sein Land nannte er "feige". (Foto: dpa)

Donald Trump wirft dem Iran immer wieder Terrorismus vor, verteidigt US-Angriffe auf Zivilisten jedoch vehement. Irans Präsident Massud Peseschkian sieht darin einen Widerspruch. Er erinnert auch an den tödlichen Angriff der USA auf eine Mädchenschule im Iran.

Irans Präsident Massud Peseschkian hat scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump vehement zurückgewiesen. "Gestern sagte der Präsident der Vereinigten Staaten, wir seien Terroristen. Wir sind Opfer des Terrorismus", sagte Peseschkian bei der UN-Generaldebatte in New York.

Er kritisierte US-Angriffe auf zivile Ziele in der frühen Phase des Iran-Kriegs, darunter eine Mädchenschule und einen Sportkomplex im Süden des Landes. "Unsere unschuldigen Menschen sind in Wahrheit das Ziel der feigen Angriffe (...) und wir haben uns mit Stärke verteidigt", sagte Peseschkian weiter. "Amerika und Israel haben uns mit der neuesten Technologie und Ausrüstung angegriffen, und unsere Menschen haben mit Stärke standgehalten."

"Wir dürfen keine Welt schaffen, in der militärische Macht an die Stelle der Legitimität tritt, Sanktionen an die Stelle der Diplomatie, Terror an die Stelle der Politik und Krieg an die Stelle des Dialogs", sagte Peseschkian weiter. "Wenn internationales Recht nur dann umgesetzt wird, wenn es mit den Interessen der Mächtigen vereinbar ist, werden mehr Länder zu dem Schluss kommen, dass sie sich zur Gewährleistung ihrer Sicherheit allein auf ihre eigene Macht stützen müssen", warnte der iranische Präsident.

Zivile Atomenergie nicht aufgeben

Zudem will der Iran nach den Worten des Präsidenten die zivile Nutzung von Kernenergie nicht aufgeben. "Die nukleare Frage Irans wird nicht auf dem Schlachtfeld gelöst", sagte Massud Peseschkian mit Blick auf den Krieg Israels und der USA. Zugleich versicherte er abermals, dass der Iran nicht nach Atomwaffen strebe.

"Die Lösung ist ein Abkommen, das der Welt eine glaubwürdige Gewissheit über den friedlichen Charakter des iranischen Programms und der iranischen Nation die Gewissheit über die Wahrung ihrer Rechte gibt", sagte er weiter.

Peseschkian kritisierte die scharfen Kontrollen im Iran, während Israel im Besitz von Kernwaffen sei. "Die Atombombe befindet sich in Israel, aber die Inspektionen finden im Iran statt. Israel tötet, aber Iran wird mit Sanktionen belegt. Und das ist eine Tragödie, bei der jeder, dem man davon erzählt, lachen muss."

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