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Friday, October 9, 2026

Müssen Thailand-Touristen bald eine Ausreisegebühr bezahlen?

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  • Thailand prüft eine neue Ausreisesteuer von 1000 Baht (rund 25 Franken) für alle Personen, die das Land verlassen.
  • Die Abgabe soll direkt beim Kauf des Flugtickets erhoben werden und gilt unabhängig von der Nationalität.
  • Bis zum 29. Oktober läuft die Vernehmlassung; bei Inkrafttreten gilt das Gesetz 180 Tage nach Publikation.

Thailand gehört für die Schweizerinnen und Schweizer zu den beliebten Reisezielen. Aber Ferien dort könnten bald teurer werden. Die thailändische Steuerverwaltung prüft eine neue Abgabe für Personen, die das Land verlassen.

Dabei soll es laut dem thailändischen Nachrichtenportal «The Nation» um 1000 Baht – also umgerechnet rund 25 Franken – gehen. Bezahlen müssten diese Steuer nicht nur ausländische Feriengäste. Anders als bei früheren Regelungen soll die Steuer unabhängig von der Nationalität gelten. Damit wären auch Thailänderinnen und Thailänder sowie ausländische Personen mit Wohnsitz im Land betroffen.

Keine Extra-Gebühr bei Schiff oder Bus

Anstehen an einem zusätzlichen Schalter am Flughafen müssten die Reisenden dafür aber voraussichtlich nicht. Laut «The Nation» soll die Steuer direkt beim Kauf des Flugtickets mit einbezogen werden. So sollen Fluggesellschaften und Ticketverkäufer das Geld kassieren und an den Staat weiterleiten.

Wer sein Ticket aber bereits gekauft hat, bevor das neue Gesetz in Kraft tritt, soll verschont bleiben. Auch dann, wenn der Flug erst später geht. In einem ersten Schritt ist die Abgabe nur für Fluggäste vorgesehen. Wer Thailand mit dem Schiff oder Bus verlässt, muss vorerst wohl nichts bezahlen.

Wie findest du eine Ausreisesteuer für Thailand?

Gesetzesentwurf erlaubt Gebühren bis 123 Franken

Auch sind laut «The Nation» einige Ausnahmen vorgesehen: Unter anderem sollen Kinder bis zwei Jahre, bestimmte Transitpassagiere, offizielle Staatsgäste und Reisende auf Regierungsmissionen von der Steuer befreit werden.

Obwohl der Gesetzesentwurf grundsätzlich deutlich höhere Gebühren, bis 5000 Baht – also rund 123 Franken – erlauben würde, sind zum Start jedoch 1000 Baht vorgesehen.

Effizienterer Einsatz von staatlichen Ressourcen

Neu ist die Idee einer Ausreisesteuer allerdings nicht. Bereits 1983 führte das Land schon eine solche Abgabe ein. Damals wollte die Regierung unter anderem verhindern, dass zu viel Geld ins Ausland fliesst. Später wurde die Steuer wieder schrittweise abgeschafft: erst für Reisen über Land und auf dem Seeweg, 1991 dann auch für Flugreisen.

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Jetzt holt die Regierung das Konzept aber wieder aus der Schublade. Als Gründe nennt sie laut «The Nation» einen effizienteren Einsatz von staatlichen Ressourcen, finanzpolitische Disziplin und mehr Spielraum für mögliche Krisen.

Aktuell müssen die Fluggäste aber noch nicht tiefer ins Portemonnaie greifen. Bis zum 29. Oktober können sich die Bevölkerung und Interessengruppen zum Entwurf äussern. Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden. Sollte das Gesetz in Kraft gesetzt und im thailändischen Amtsblatt veröffentlicht werden, würde es 180 Tage später gelten.

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Jasmin Steiger

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

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