National League am Dienstag – ZSC Lions marschieren weiter – Zähringer Derby geht an Gottéron

- In der National League ist und bleibt der ZSC das Team der Stunde. Die Lions lassen gegen Biel (6:3) aber plötzlich nochmal Spannung aufkommen.
- Das 1. Zähringer Derby der Saison zwischen Fribourg-Gottéron und Bern geht mit 5:2 an die «Drachen».
- Der EV Zug kehrt zum Siegen zurück, Davos holt erneut 3 Punkte und die Tigers drehen einen 0:3-Rückstand.
ZSC Lions – Biel 6:3
3:0 nach nicht mal 7 Minuten (dabei 2 Treffer in Überzahl), 4:1 nach etwas mehr als 14 Minuten: Die ZSC Lions liessen im Heimspiel gegen Biel schon früh andeuten, dass sie wohl auch das 7. Saisonspiel für sich entscheiden würden. Doch plötzlich wurden die Zürcher etwas gar nachlässig. Yanick Sablatnig (25.) und Cédric Aeschbach (35.) verkürzten auf 3:4. Im 3. Drittel wurde den Seeländern aber erneut ihre Undiszipliniertheit zum Verhängnis. Mit einem Mann mehr auf dem Eis stellte ZSC-Torjäger Simon Knak mittels Abstauber auf 5:3 (46.). Schon 3 Minuten vor Schluss traf Denis Malgin noch ins leere Tor.
Fribourg-Gottéron – Bern 5:2
Zuerst Fan-Frust und dann Derby-Frust für Bern: Zu Gast bei Meister Freiburg gab es für die «Mutzen», wie schon in den letzten beiden Duellen, nichts zu holen. Zu Beginn des 2. Drittels hatte der SCB in Überzahl antreten können, doch statt 2:2 hiess es 30 Sekunden vor Ablauf der Strafe 1:3. Christoph Bertschy traf für Gottéron mittels Shorthander und schnürte damit einen Doppelpack. Auch Berns Verteidiger Rodwin Dionicio netzte anschliessend zum 2. Mal ein, doch Jamiro Reber stellte kurz vor der 2. Drittelspause im Powerplay den 2-Tore-Vorsprung wieder her. Sandro Schmid machte mit dem Empty Netter den Deckel drauf.
Rapperswil-Jona Lakers – Zug 2:5
In einem Vorbereitungsspiel zwischen den beiden Teams im August kam Rapperswil-Jona gleich mit 1:8 unter die Räder. Nach 2 Dritteln musste man für die Lakers Ähnliches befürchten: Zug führte bereits mit 5:1, nachdem Grégory Hofmann eine Sekunde vor der zweiten Sirene im Powerplay getroffen hatte. Der neue schwedische Verteidiger Jacob Moverare und Nik Petrovic hatten zudem ihre Torpremieren in der National League gefeiert. Im Schlussdrittel nahmen die Zentralschweizer dann den Fuss vom Gas. Kevin Labanc bezwang Genoni-Vertreter Mathieu Croce zum 2:5 und betrieb damit noch etwas Resultatkosmetik.
Ambri-Piotta – Davos 0:3
Davos hat in der Leventina den 3. Saisonsieg eingefahren. Grossen Anteil daran hatte Keeper Sandro Aeschlimann, der mit 45 (!) Paraden glänzte und seinen ersten Shutout feierte. Nach Tino Kesslers 1:0 (29.) hätte die Partie jederzeit wieder zugunsten der stark in die Saison gestarteten Tessiner kippen können, Aeschlimann verhinderte den Ausgleich aber mehrfach. Die Siegsicherung gelang dem 18-jährigen Davoser Eigengewächs Lars Steiner (57.), der Ambri-Keeper Philip Wüthrich sehenswert austanzte. Im 1. Drittel hatte sich Steiner noch in der Kabine behandeln lassen müssen, nachdem er einen Puck ins Gesicht gekriegt hatte. Der 3. HCD-Treffer fiel ins leere Tor.
Weitere Spiele:
- SCL Tigers – Lugano 4:3: Was für eine Aufholjagd der Langnauer: Nach 41:27 Minuten liegt Thierry Paterlinis Team mit 0:3 hinten. Doch dann machen Juuso Riikola, Nando Eggenberger, Julian Schmutz und Jonathan Dahlen die Wende innert 13 Minuten perfekt.
- Genf-Servette – Kloten 4:0: Die Flughafenstädter sind bei 5 Pleiten in Serie angelangt. 2 Mal können die Genfer im Startdrittel Powerplay spielen und 2 Mal schlagen sie eiskalt zu. Im Mitteldrittel legt das Heimteam noch 2 Treffer nach. Kloten-Goalie Reto Berra vermag erneut nicht zu glänzen (81% Fangquote). Genf-Servette feiert den 4. Sieg in Folge.
- Ajoie – Lausanne 3:0: Die Jurassier gewinnen bereits zum 4. Mal im 7. Spiel, aber eben zum 1. Mal nach 60 Minuten – ausgerechnet im heimischen Hexenkessel. Neben den wie üblich bockstarken Finnen – Julius Nättinen und Anttoni Honka erzielen jeweils ein Goal – überragt Goalie Noah Patenaude mit 43 (!) geblockten Schüssen.
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