16 Tote befürchtet: Lawine trifft Basislager im Himalaya

- Eine Lawine hat am Sonntagmorgen das Basislager des Himlung Himal (7126 m) in Nepal getroffen und 16 Menschen verschüttet.
- Vier Menschen konnten nur noch tot geborgen werden, zwölf Küchenmitarbeiter zweier Expeditionen werden weiterhin vermisst.
- Ein 14-köpfiges Rettungsteam unter Mingma G Sherpa ist seit Montagmorgen vor Ort, schlechtes Wetter erschwert die Suche.
Am Sonntagmorgen ist im Basislager des 7126 Meter hohen Himlung Himal im nepalesischen Distrikt Manang eine Schneebrettlawine niedergegangen. Der Berg liegt im Himalaya-Gebirge nahe der Grenze zu Tibet. Laut einem Polizeisprecher befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks mindestens 22 Menschen im Basislager.
Verschüttet wurden 16 Personen: 14 Mitglieder der Küchenteams zweier Expeditionen sowie zwei Bergführer. Die Leichen der beiden Bergführer konnten am Sonntagabend geborgen werden, am Montagmorgen zwei Leichen der Küchenhelfer, wie die Nepal National Mountain Guide Association (NNMGA) mitteilte. Zwölf Küchenmitarbeiter werden weiterhin vermisst.
Rettungsteam sucht nach Vermissten
Ein 14-köpfiges Rettungsteam unter der Leitung von Mingma G Sherpa, Betreiber des Expeditionsveranstalters Imagine Nepal und internationaler Bergführer, ist seit Montagmorgen im Basislager im Einsatz. Das Team war am Sonntag von Kathmandu aufgebrochen, wie die «Kathmandu Post» berichtet.
«Wir haben das Rettungsteam heute Morgen zum Himlung-Basislager gebracht», sagte Senior Captain Pasang Norbu Sherpa von Prabhu Helicopter. Höhenerfahrene Bergführer durchsuchen seither mögliche Fundorte. Schlechtes Wetter und schwierige Bedingungen erschweren den Einsatz.
Am Sonntag hatte das Wetter die Rettung noch weitgehend verhindert. Helikopter standen in Kathmandu und Pokhara bereit, konnten den Berg aber zunächst nicht erreichen. «Wir hätten heute Leben retten können, doch wegen des schlechten Wetters haben wir die Unglücksstelle erst am Abend erreicht», schrieb Mingma G Sherpa in den sozialen Medien.
Starker Regen und Schneefall in den vergangenen Tagen
Die Vermissten sind alle Nepalesen. Mehr als zwei Dutzend Höhenarbeiter und Bergführer von Himalayan Holidays und Imagine Nepal waren vor rund zwei Wochen zum Himlung gereist, um das Basislager aufzubauen und die Kletterroute vorzubereiten. Ausländische Bergsteiger waren noch nicht vor Ort, sie sollten in fünf bis sechs Tagen eintreffen.
Starker Regen und Schneefall hatten in den vergangenen Tagen Strassen und Trekkingrouten in Nepal beeinträchtigt. Die Behörden setzten Trekking- und Kletteraktivitäten an mehreren Bergen vorübergehend aus. Nach Angaben der Tourismusbehörde haben 579 Bergsteiger aus 67 Ländern Genehmigungen für die laufende Herbstsaison erhalten.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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