«Geht ihm wirklich nicht gut»: Was ist mit dem Bayern-Coach los?

- Der FC Bayern schlägt RB Leipzig 6:1, Trainer Vincent Kompany verfolgt das Spiel krank von der Bank aus.
- Sportvorstand Max Eberl nennt einen Virus und Hüftprobleme als Grund, Co-Trainer Aaron Danks übernahm das Coaching.
- Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Kompany gestützt werden musste, als er zum Anpfiff die Treppen zum Spielfeld hochlief.
- Die Bayern gehen davon aus, dass Kompany am Mittwoch gegen den FC Arsenal wieder an der Seitenlinie steht.
Steht Vincent Kompany beim Champions-League-Knaller des FC Bayern gegen den FC Arsenal wieder an der Seitenlinie? Bei der 6:1-Gala der Münchner gegen RB Leipzig konnte der 40-Jährige das nicht.
«Wir gehen fest davon aus, dass es für Mittwoch kein Problem ist», sagte Sportvorstand Max Eberl über den Trainer, der den Sturmlauf an die Tabellenspitze von der Bank aus verfolgte. Zumindest für eine Nacht sind die Bayern in der Bundesliga vorn; dann kann der SC Freiburg durch einen Sieg in Leverkusen wieder vorbeiziehen.
Vincent Kompany braucht Hilfe
Mit dem Spielball unter dem Arm verliess Dreifachtorschütze Luis Díaz die Arena. Beim Klassenunterschied gegen den Champions-League-Teilnehmer Leipzig erzielten Aleksandar Pavlovic, Michael Olise und Harry Kane in seinem 100. Bundesliga-Spiel die weiteren Münchner Tore. Der Treffer von Andrija Maksimovic zum 1:6 war kein Trost mehr für die frustrierten Gäste.
Kompany jubelte über die Gala auf der Bank. Danach verzichtete er auf TV-Interviews und die Pressekonferenz. «Er hat die ganze Woche schon einen Virus gehabt, mit dem er sich durch die Woche gequält hat, hat ständig Vitamine genommen», sagte Eberl. «Es geht ihm wirklich nicht gut. Er hat dann auch noch eine Hüfte, wo er ein Problem hatte.»
Die Spieler nahmen den Ausfall des Trainers humorvoll. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Kompany gestützt werden musste, als er zum Anpfiff die Treppen zum Spielfeld hochlief. Captain Joshua Kimmich scherzte bei Sky zu den Bildern: «Er ist auch nicht mehr der Jüngste, ne?! Das sieht nicht gut aus, ehrlicherweise.»
Co-Trainer coacht – «kein Riesenproblem»
Harry Kane bemerkte die «gesundheitlichen Probleme» seines Trainers auch. «Vielleicht hat er seine Stimme geschont, nachdem wir das Spiel nach etwa 50, 60 Minuten so gut wie in der Tasche hatten», sagte der Stürmerstar mit einem Augenzwinkern.
Dass Kompany dann nicht selbst Anweisungen gab, sondern dies seinem Co-Trainer Aaron Danks überliess, «das war auch kein Riesenproblem», befand Eberl. «Er hat nicht so aktiv gecoacht. Ich glaube, das ist vielen Menschen aufgefallen. Das haben dann Aaron und die Co-Trainer übernommen. Es zeigt aber auch, was für ein harmonisches Team wir neben ihm haben, das genau weiss, was zu tun ist.»
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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