Surf-Touristen ermordet: 3 Männer müssen je 158 Jahre in Haft

- Zweieinhalb Jahre nach dem Mord an drei Surfern müssen drei Männer in Mexiko für Jahrhunderte ins Gefängnis.
- Ein Gericht in Ensenada verurteilte sie am Freitag zu je 158 Jahren und neun Monaten Haft.
- Rhoads Mutter sagt, es gebe keine Gerechtigkeit für den Verlust eines Sohnes, doch sie sei dankbar.
Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung von drei Surf-Touristen aus den USA und Australien sind in Mexiko drei Männer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Ensenada verhängte am Freitag Freiheitsstrafen von je 158 Jahren und neun Monaten gegen die Angeklagten.
Die 30 und 33 Jahre alten Brüder Jake und Callum Robinson aus Australien und ihr 30 Jahre alter Freund Jack Carter Rhoad aus den USA waren im April 2024 während eines Surf-Urlaubs im mexikanischen Bundesstaat Baja California verschwunden. Wenige Tage später wurden ihre Leichen an einer Steilküste gefunden. Sie wiesen Schusswunden am Kopf auf.
Drahtzieherin bereits verurteilt
Die drei wegen der Tat verurteilten Männer sind die mutmasslichen Komplizen der bereits zu 20 Jahren Haft verurteilten Drahtzieherin des Verbrechens. Die Frau hatte in ihrem Prozess gestanden, die Männer zu dem Raubüberfall angestiftet zu haben, der zum Mord an den Surfern führte.
«Es kann niemals Gerechtigkeit für den Verlust eines Sohnes geben, aber wir sind dankbar, dass diese Männer niemandem mehr Schaden zufügen werden», sagte Rhoads Mutter nach der Verkündung des Strafmasses am Freitag.
Tat erschütterte die Region
Das Verbrechen hatte in den Heimatländern der Opfer Erschütterung und Trauer ausgelöst. Der Bundesstaat Baja California im Nordwesten Mexikos umfasst den nördlichen Teil der gleichnamigen Halbinsel Baja California und zählt zu den besonders von Drogenkriminalität betroffenen mexikanischen Bundesstaaten. Touristen sind meist aber nicht von der Gewalt betroffen.
Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?
Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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