OpenAI verdoppelt ausgewählte Nutzungslimits und aktualisiert KI-Ziele
Im Rahmen seines leicht verfrühten „Adventskalenders“ hat OpenAI am Freitag angekündigt, bestimmte Nutzungskontingente für Pro und Business zu verdoppeln. Zuvor hieß es beim DevDay in Berlin, Dots komme „in wenigen Wochen“ nach Europa. Und OpenAI aktualisiert seine „Modellspezifikationen für leistungsfähigere und nützlichere KI“.
„Ab heute verdoppeln wir alle Nutzungslimits für alle Pro-100/200/500-Tarife sowie für Business Premium“, meldet OpenAI in seinem Kalender. 28 Tage lang postet die Firma hier entweder eine Verbesserung an ihren Modellen oder deren Nutzung, oder resettet den aktuellen Tokenverbrauch der Kunden. Man muss allerdings ins Kleingedruckte schauen, besonders bei der heutigen Ankündigung. Es scheint so, als ob nur die Limits für die 100- und 500-Tarife und Business Premium verdoppelt werden – für den 200-Tarif wurde offenbar nur die angekündigte Reduzierung des Limits zurückgenommen. „Wir haben Ihr freundliches Feedback zur Kenntnis genommen und werden die Nutzungslimits für Pro 200 nicht senken, sodass Ihre Nutzung von Work und Codex unverändert bleibt.“ Ganz eindeutig ist die Ankündigung also nicht.
Angepasste Zielvorgaben für ethische KI
Ebenfalls neu von OpenAI ist die Aktualisierung seiner „Modellspezifikationen für leistungsfähigere und nützlichere KI“. Das ist eine Art Zielbeschreibung, wie sich seine KI-Modelle verhalten sollen – heißt aber nicht zwangsläufig, dass auch tatsächlich Änderungen am Code oder anderen Komponenten von ChatGPT gemacht wurden, die diese Änderungen herbeiführen.
Die Spezifikationen wurden neu strukturiert und an fünf zentralen Werten ausgerichtet: der Orientierung an menschlichen Absichten, der Minimierung von Schäden, Ehrlichkeit und Transparenz, der Wahrung menschlicher Selbstbestimmung und Fürsorge. Dabei wird nun stärker betont, dass GPT menschliche Absichten verstehen, mit Unsicherheiten umgehen und langfristige Ziele unterstützen soll.
Des Weiteren wurden Grundsätze zur Stärkung der Fähigkeit der Nutzer hinzugefügt, Inhalte zu verstehen, auszuwählen und entsprechend zu handeln sowie relevante soziale Normen zu befolgen – ebenso wie explizite Leitlinien zur Unterstützung der menschlichen Überwachung und Korrektur. Ebenfalls neu aufgenommen werden Grundsätze zum Umgang mit Kontext, Erinnerungen und Personalisierung sowie zur menschlichen Aufsicht und Korrektur.
Dots komme „bald“ nach Europa
Bei der DevDay-Konferenz 2026 in Berlin verkündete OpenAI nicht viel Neues – das Meiste war schon von der DevDay-Konferenz in den USA bekannt. Doch es hieß, der KI-Assistent Dots solle nach Gesprächen mit den Aufsichtsbehörden „in wenigen Wochen“ in Europa in größerem Umfang verfügbar sein. Beim Start von Dots im September blieben Pro-Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich noch außen vor.
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