Wird ManCity wegen Mega-Betrug für 10 Jahre gesperrt?

- Manchester City droht laut einem Insider-Bericht ein Ausschluss von europäischen Wettbewerben für bis zu zehn Jahre.
- Die Uefa erwägt die Sperre nur, wenn der Schuldspruch auch nach der Berufung des Clubs Bestand hat.
- Der Verein wurde in 114 von 115 Anklagepunkten wegen Finanzverstössen schuldig gesprochen und bestreitet alles.
Die Luft für den englischen Top-Club wird immer dünner. Manchester City drohen nicht nur auf der Insel Sanktionen, auch auf kontinentaler Ebene könnte der Finanzskandal weitreichende Folgen für den Scheich-Club haben.
Der renommierte kolumbianische Journalist Cesar Augusto Londono berichtet auf X, dass die Uefa eine Mega-Sperre für ManCity erwägt. Dies jedoch nur, wenn der Schuldspruch gegen den Verein auch nach dessen Berufung Bestand hat. Die Uefa will dann die Skyblues für sieben bis zehn (!) Jahre von allen internationalen Wettbewerben ausschliessen. Heisst: Keine Champions League, keine Europa League und keine Conference League für ManCity.
60 Punkte Abzug oder Zwangsabstieg?
Ende September wurde der Verein in 114 von 115 Anklagepunkten wegen Verstössen gegen die Finanzregeln schuldig gesprochen. Die Gesetzeswidrigkeiten betreffen den Zeitraum von 2009 bis 2018.
Beispielsweise gab Manchester City an, dass man in diesem Zeitraum Sponsorengelder von knapp 950 Millionen Pfund eingenommen hat. Tatsächlich stammten davon jedoch nur rund 120 Millionen Pfund von Sponsoren – der Rest floss aus der Kasse des Eigentümers Scheich Mansour aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Der Verein bestreitet sämtliche Vorwürfe und hat gegen den Schuldspruch Berufung eingelegt. Welche Konsequenzen den Haaland-Club nun tatsächlich erwarten, ist darum weiterhin nicht klar. Sollte der Verein mit einem (himmel-)blauen Auge davonkommen, wäre es allerdings eine riesige Überraschung. Der mediale und politische Druck in der City-Affäre ist in Grossbritannien enorm.
Auf nationaler Ebene werden offenbar zurzeit eine hohe Geldstrafe, ein Punktabzug von bis zu 60 Zählern oder ein Zwangsabstieg aus der Premier League diskutiert. Man darf gespannt sein, welches Strafmass schlussendlich verhängt wird.
Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.
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