Nach starkem Comeback: Schweizer verpassen Medaille

Darum gehts
- Brandon McNulty (USA) gewinnt das WM-Strassenrennen der Männer in Montreal vor Michael Matthews (AUS) und Mathieu van der Poel (NED).
- Die Schweizer Hoffnungen ruhen am Ende auf Mauro Schmid und Stefan Küng – eine Medaille bleibt aber aus.
- Schmid sorgt 17 Kilometer vor dem Ziel mit einem starken Comeback für Aufsehen und wird Elfter, Küng landet auf Platz 14.
Nachdem Marlen Reusser am Samstag im Strassenrennen nur knapp eine zweite WM-Medaille verpasst, nehmen am Sonntag die Männer die Jagd nach Edelmetall auf. Sechs Schweizer stehen in Montreal am Start. Doch der lange und harte WM-Tag fordert früh seine Opfer – und ausgerechnet Mauro Schmid sorgt nochmals für Schweizer Hoffnung. Am Ende verpasst Schmid das Podest und platziert sich auf dem 11. Rang – Küng landet auf dem 14. Platz.
Brandon McNulty (USA) wird Erster, darauf folgen Michael Matthews (AUS) auf dem zweiten Platz und Mathieu van der Poel (NED) auf dem dritten Platz.
Lange sieht es für die Schweizer alles andere als gut aus. Fabio Christen und Stefan Bissegger geben das Rennen frühzeitig auf, später steigt auch Jan Christen vom Rad. Marc Hirschi verliert ebenfalls den Anschluss an die Spitze. Damit bleiben vor allem Stefan Küng und Schmid für die Schweizer Medaillenhoffnung. Küng hält sich lange bei den Besten und schafft zwischenzeitlich den Sprung in eine Gruppe mit Remco Evenepoel, Paul Seixas und Isaac del Toro.
Und plötzlich ist Schmid wieder da
Doch als rund 50 Kilometer vor dem Ziel das Tempo nochmals deutlich steigt, kann auch Küng nicht mehr mithalten. Immer wieder wird vorne angegriffen, die Gruppen zerfallen und finden nur teilweise wieder zusammen. Während Küng zunehmend zurückfällt, scheint auch Schmid aus dem Kampf um die vorderen Plätze verschwunden.
Doch Schmid gibt nicht auf: Rund 17 Kilometer vor dem Ziel ist er plötzlich wieder da. Gemeinsam mit Evenepoel fährt er die Lücke zu den Verfolgern zu und meldet sich eindrücklich zurück. Auf den letzten Runden folgen Angriff auf Angriff. Schmid steckt mittendrin – muss sich aber schliesslich geschlagen geben und den 11. Platz akzeptieren. Küng fährt nur wenig später als 14. durchs Ziel.
Céline Eicher (eic), Jahrgang 1996, arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Sport.
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