Der Ruf nach einem Spritpreisdeckel wird lauter
Aufgrund der rasant steigenden Benzinpreise fordert Brandenburgs Ministerpräsident Woidke nun einen Spritpreisdeckel. Trotz der 12-Uhr-Regel steigen die Preise weiter an.
12.09.2026 | 0:29 minDie anhaltende Unsicherheit in Nahost hat die Preise an den Tankstellen am Wochenende weiter nach oben getrieben. Ein Liter Super E10 kostete am Samstag im bundesweiten Schnitt 2,30 Euro, Diesel sogar 2,43 Euro.
Regional und zu bestimmten Zeiten lagen die Preise noch deutlich darüber. Damit bewegt sich der Preis für Super E10 auf dem Niveau der Rekorde aus dem März 2022, der Dieselpreis liegt knapp unter dem Rekordhoch aus diesem April.
Spritpreis
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Woidke fordert Gerechtigkeit an der Tankstelle
Die hohen Spritpreise müssen aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke schnell begrenzt werden. "Wir brauchen dringend einen Spritpreisdeckel", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Niemand darf sich an der Not anderer bereichern. Gerechtigkeit muss auch an der Tankstelle herrschen."
Es kann nicht sein, dass die Mineralölkonzerne Extraprofite einstreichen, während Millionen Pendlerinnen und Pendler an den viel zu hohen Spritpreisen verzweifeln.
Dietmar Woidke, Ministerpräsident Brandenburgs (SPD)
Benzin und Diesel sind in Deutschland teurer als in anderen EU-Ländern. Warum?
31.08.2026 | 5:49 minSPD-Politiker wollen Spritpreise deckeln
In der SPD gibt es immer mehr Stimmen, die auf eine Begrenzung dringen. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) hatte vorgeschlagen, den Preissprung am Mittag gesetzlich auf höchstens fünf Prozent zu begrenzen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt bisher eine Deckelung des Spritpreises ab.
Andere Maßnahmen haben bisher nur zeitweise oder nicht geholfen:
- Der Tankrabatt senkte die Spritpreise zeitweise - eine Neuauflage lehnte die Bundesregierung angesichts der Staatsfinanzen ab.
- Die 12-Uhr-Regel sah der ADAC eher als preistreibend als -senkend.
Diesel ist knapp und teuer. Für Speditionen steigen die Kosten, zugleich fließen die höheren Preise über Transport und Produktion in die Inflation ein.
31.08.2026 | 2:38 minLage in Nahost bleibt angespannt
Der Iran-Krieg treibt die Spritpreise seit Monaten nach oben. Sie waren angesichts höherer Ölpreise in den vergangenen Tagen erneut gestiegen. In den vergangenen zwei Wochen haben sich die Kämpfe im gesamten Nahen Osten verschärft.
Hintergrund für einen besonders kräftigen Preissprung am Samstag um 12 Uhr waren Meldungen, wonach Saudi-Arabien nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten muss. Am Sonntag gab es etwas Entspannung beim Spritpreis, wohl auch, weil geplante Gespräche im Oman in den Blickpunkt rückten.
Die mit Iran verbündete Huthi-Miliz kontrolliert faktisch die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Was bedeutet das? ZDFheute live ordnet ein mit Nahost-Experte Hans-Jakob Schindler.
13.09.2026 | 16:46 minSpritpreise werden wohl weiter hoch bleiben
Der Preis für Brent-Rohöl stieg seit Jahresbeginn um fast 80 Prozent. Auch die Preise für europäisches Erdgas und die Frachtraten für Öltanker sind stark gestiegen. Raffinerieprodukte wie Diesel verteuerten sich noch stärker, verstärkt durch die Folgen des Kriegs Russlands gegen die Ukraine. Auch das Niedrigwasser am Rhein machte sich zuletzt in den Preisen bemerkbar, da es die Transportkosten erhöhte.
Entwicklung des Ölpreises
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Die Militäroffensive der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen wird nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer zu weiter steigenden Verbraucherpreisen in Deutschland führen. Anders als erhofft entspanne sich die Lage nicht, ganz im Gegenteil, sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Das wird sich auch bei den Preisen an der Tankstelle und den Verbraucherpreisen insgesamt bemerkbar machen und uns alle belasten."
Inflation in Deutschland (insgesamt, Energie, Nahrung)
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