«Er konnte es einfach nicht»: Ex-Trainer zerlegt Ronaldo

- Erik ten Hag, Ex-Trainer von Manchester United, kritisiert Cristiano Ronaldos Einsatz und Einstellung im Training.
- Der Portugiese habe Einheiten übersprungen und bei einem Lauf nur zwei von drei Runden absolviert.
- Laut ten Hag riet Ronaldo Teamkollegen, sich im Training die Kräfte zu sparen.
Ein verschossener Penalty, zwei verpasste Grosschancen und jetzt meldet sich auch noch der Ex-Trainer tadelnd zu Wort. Für Superstar Cristiano Ronaldo läuft es nach seinem Nationalmannschafts-Eklat alles andere als rund.
Jetzt wird der 41-Jährige für seine Einstellung und den Einsatz im Training kritisiert. Die Worte kommen aus dem Mund von Erik ten Hag – der Niederländer war bei Manchester United ab August 2022 für eine halbe Saison der Trainer von Ronaldo. In dieser Zeit hat CR7 seinen Stammplatz im Team verloren.
Minimalist im Training
«Er lief weder mit Ball noch ohne Ball», erinnert sich Erik ten Hag gegenüber «The Athletic» an die Leistung des Portugiesen. Weiter führt der 56-jährige Niederländer aus: «Ich habe oft zu ihm gesagt: ‹Ronnie, alle arbeiten für dich, um dich in die richtige Position zu bringen – aber wenn du es selbst nicht in den Strafraum schaffst, kannst du auch kein Tor erzielen.›»
«Es ist ein Missverständnis zu glauben, ich hätte von ihm erwartet, dass er das Pressing übernimmt und sich dabei völlig verausgabt», stellt ten Hag klar. Ernüchtert musste der Trainer aber feststellen: «Er konnte es einfach nicht.»
Doch die Unstimmigkeiten traten nicht erst am Spieltag auf: Ronaldo habe Trainingseinheiten übersprungen, bei Übungen nicht die richtige Herzfrequenz erreicht und bei einem Lauf nur zwei von drei auferlegten Runden absolviert. Auch seinen Teamkollegen habe er geraten, «sich im Training die Kräfte zu sparen».
«Einer der Besten der Geschichte»
Ten Hag zufolge habe die Einstellung des 41-Jährigen entsprechend auf die Mannschaft abgefärbt. Nach einem halben Jahr endete die gemeinsame Zeit bei Manchester mit Ronaldos Wechsel nach Saudi-Arabien – ein Abschluss, den der Niederländer klar als Führungsentscheidung und nicht als Zusammenprall zweier Egos versteht.
«Natürlich ist Ronaldo einer der besten Fussballer der Geschichte», beschwichtigt Ten Hag. Doch von einem Spieler dieser Qualität habe er mehr erwartet.
Trifft Cristiano Ronaldo in seinem nächsten Spiel?
Céline Eicher (eic), Jahrgang 1996, arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Sport.
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