«Kimi soll endlich etwas langsamer werden»

Hamilton respektiert Antonelli
«Kimi soll endlich etwas langsamer werden»
Trotz des Altersunterschieds haben Lewis Hamilton und Kimi Antonelli viel Respekt für einander. Folgt der Italiener dem Engländer irgendwann zu Ferrari?
Publiziert: vor 21 Minuten
Roger BenoitFormel-1-Experte
Die beiden GP-Stars trennen über 20 Jahre. Aber sie haben sich sehr viel zu sagen, diskutieren offen über das Leben und ihren Sport. Jetzt steht der «Lehrling» vor der Meisterprüfung – und den früheren Titel-Chef freut es. Wir reden hier über Kimi Antonelli (20) und Sir Lewis Hamilton (41). Zwei, die sich mögen, weil beide die wichtigste Karte im Leben und im Sport spielen: Respekt.
Hamilton sieht in Antonelli seine frühere wilde und erfolgreiche Zeit an sich vorbeirasen. Und der Brite sagt: «Keiner von uns hat 2026 den WM-Titel mehr verdient als Kimi. Selten ist ein Fahrer so schnell gereift und auf dem Boden geblieben. Oder eben der ganz normale Mensch von nebenan.» Hat der «Vater» einen Wunsch an seinen «Sohn»? Der Brite lacht: «Kimi soll endlich etwas langsamer werden!» Damit hat die Lobesrede auf den neuen Champion den Höhepunkt erreicht.
Ob Antonelli einmal im roten Auto von Hamilton sitzt, ist eine Diskussion, die vor allem Italien bewegt. Kimi schweigt dazu und weiss, wem er seinen ganzen Aufstieg in den letzten acht Jahren verdankt: Mercedes. Also dem Werksteam, das einst auch Hamilton mit sechs Titeln grossmachte. Schliesst sich der Kreis?
Zurück zum Rennen in Austin. Die Amis haben wieder mal Probleme mit dem Streckenbau und dem Asphalt (wie schon in Las Vegas). Die meisten Fahrer klagen über den holprigen Bodenbelag und die Track Limits in verschiedenen Kurven. Wenn in zwei Trainings die FIA über 200 Vergehen protokollieren muss, dann liegt es kaum nur an den Fahrern, sondern auch an der Piste. Das kann im GP heiter werden. Wer viermal erwischt wird, kassiert 5 Sekunden! Drei Fahrer müssen beim Start wegen Motorwechsels zurück: Bortoleto (minus 20), Colapinto (10), Lindblad (5).
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