Blaufahrer fällt in Sekundenschlaf, dann überschlägt sich Auto

- In Tscheppach SO hat sich in der Nacht auf Samstag ein 31-Jähriger mit seinem Auto überschlagen.
- Der Fahrer war alkoholisiert und ohne gültigen Führerausweis unterwegs – mutmasslich fiel er in Sekundenschlaf.
- Anwohnerin Clarissa (28), die den Verunfallten erstversorgte, staunte: «Der hatte keinen Kratzer.»
Ein 31-jähriger Autofahrer war in der Nacht auf Samstag, gegen 3.10 Uhr, auf der Hauptstrasse in Tscheppach SO, von Hessigkofen herkommend, in Richtung Lüterkofen-Ichertswil unterwegs. «Mutmasslich aufgrund eines Sekundenschlafs geriet das Auto rechts auf das Trottoir und kollidierte in der Folge mit der Strassenmauer», teilte die Kantonspolizei Solothurn am Samstag mit.
Beim Selbstunfall überschlug sich das Auto und kam schliesslich auf der Strassenmitte stehend zum Stillstand. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei dürfte der Mann das Auto betrunken gelenkt haben: Ein durchgeführter Atemalkoholtest fiel positiv aus. Laut Kapo ist der 31-Jährige nicht im Besitz eines gültigen Führerausweises.
«Jemand braucht hier Hilfe»
News-Scout Clarissa (28) wurde durch den Unfall aus dem Schlaf gerissen. «Es hatte laut gekleppert. Ich habe ein Geräusch gehört und dachte zuerst, jemand im Gebäude sei gestürzt», erzählt sie. Als Scherz sei ihr zunächst noch durch den Kopf gegangen: «Nicht, dass einer in die Wand gefahren ist.»
Kurz darauf hat ihr Vater, der im selben Haus wohnt, angerufen. «Er sagte, jemand brauche hier Hilfe», so Clarissa, die im medizinischen Bereich arbeitet. Beim Verunfallten angekommen, sei sie erstaunt gewesen: «Der hatte keinen Kratzer.» Sie habe ihn gebeten, sich hinzusetzen. «Er wollte aber nur eine Zigarette rauchen. Alles andere war ihm egal.»
«Alles lag auf der Strasse»
Das Auto sei dagegen schwer beschädigt gewesen. «Der ganze Kofferraum war voll, weil er zuvor in den Ferien war», sagt Clarissa. Gegenstände seien aus dem Auto geschleudert worden: «Alles lag auf der Strasse, sogar bis in die Wiese bei uns hat es einige Gegenstände geschleudert.»
Es hätte schlimmer kommen können
Nach Clarissas Einschätzung geriet das Auto in einer Kurve bei einem Nachbarhaus von der Strasse ab. Dabei habe es Steine mitgerissen, bevor es sich überschlug. «Er hatte Glück, dass diese Steine dort waren», sagt Clarissa. Sonst wäre das Auto ihrer Einschätzung nach möglicherweise in eine Hauswand geprallt. «Dann wäre es wohl schlimmer gekommen.»

«Der hatte über hundert Schutzengel»
Sie und weitere Anwohner kümmerten sich nach dem Unfall um den Mann. «Wir haben ihm eine Decke geholt», sagt Clarissa. Dass der Lenker das Wrack offenbar fast unverletzt verlassen konnte, fasst sie so zusammen: «Der hatte über hundert Schutzengel.» Der Rettungsdienst versorgte den Mann zunächst vor Ort und brachte ihn danach ins Spital.
Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit Alkohol?
Hier findest du Hilfe:
Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen
Feel-ok, Informationen für Jugendliche
Vergiftungsnotfälle, Tel. 145
ada-zh, Anlaufstelle Angehörige Sucht
Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen
Jeremias Büchel (jeb) arbeitet seit 2015 im Ressort Ostschweiz in St. Gallen und ist seit 2026 als Korrespondent tätig.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.