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Wednesday, August 26, 2026

Er machte Kohl zur "Birne": Zeichner Hans Traxler gestorben

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Hans Traxlers Werk werde weit über die Gegenwart hinaus Bestand haben, urteilt die Frankfurter Kulturdezernentin. (Foto: picture alliance/dpa)

Er war an der Gründung der Satiremagazine "Pardon" und "Titanic" beteiligt. Dass der Alt-Kanzler Kohl den wenig schmeichelhaften Spitznamen Birne bekam, ist auch sein Verdienst. Nun ist der Künstler Traxler hochbetagt gestorben.

Der Zeichner, Maler und Autor Hans Traxler ist tot. Das gaben das Caricatura Museum Frankfurt und die Stadt Frankfurt am Main im Namen der Familie des Künstlers bekannt. Hans Traxler starb demnach am vorgestern im Alter von 97 Jahren in Frankfurt. Traxler gehörte zu den Mitbegründern der Satiremagazine "Pardon" und "Titanic". 

Unter anderem war er bekannt für seine Karikaturen von Helmut Kohl. Dass der frühere Bundeskanzler in den 1980er Jahren als "Birne" bezeichnet wurde, gilt auch als ein Ergebnis von Traxlers Zeichnungen. Der vielfach begabte Künstler veröffentlichte zudem zahlreiche Bücher, auch für Kinder, und fertigte klassische Literaturillustrationen. 

Zu seinen frühesten Werken gehört die Wissenschaftsparodie "Die Wahrheit über Hänsel und Gretel" (1963) - mit angeblicher archäologischer Ausgrabung des Lebkuchen-Hexenhauses inklusive Lageplan im Spessart.

Der am 21. Mai 1929 in Böhmen im heutigen Tschechien geborene Traxler lebte seit 1951 in Frankfurt am Main. Er studierte an der Frankfurter Städelschule und sagte einmal: "Jeder Tag ohne Zeichnen ist für mich verloren."

Traxler habe zu den herausragenden Künstlern der Komischen Kunst gehört, erklärte die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig. Sein Werk werde weit über die Gegenwart hinaus Bestand haben und künftige Generationen inspirieren. 

Hessen verliere einen großen Künstler und einen klugen Zeitbeobachter, erklärte Ministerpräsident Boris Rhein: "Hans Traxler hat mit spitzer Feder, feinem Humor und einem unverwechselbaren Blick auf die Welt Generationen über Jahrzehnte hinweg geprägt." Er habe es verstanden, komplexe Themen pointiert und zugleich mit großer Menschlichkeit auf den Punkt zu bringen. "Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden", erklärte der CDU-Politiker.

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