Schwan von Tramlinie 14 wurde in die «Single-Ecke» entlassen

Darum gehts
- Ein junger Schwan, der am 25. September auf einem Tram der Linie 14 in Genf landete, ist wieder in Freiheit.
- Beim Sturz vom Tramdach verletzte er sich am Schnabel, im Vogelpflegezentrum Genthod setzte man sechs Stiche.
- Die Freilassung erfolgte in der Rhone bei der Pont des Bergues, wo vor allem Schwäne ohne Partner leben.
Drei Wochen nach seinem ungewöhnlichen Ausflug auf einem Genfer Tram ist ein junger Schwan wieder in Freiheit. Der Vogel war am 25. September auf dem Dach eines Trams der Linie 14 gelandet und anschliessend heruntergefallen. Dabei verletzte er sich am Schnabel. Nach einer Behandlung im Vogelpflegezentrum in Genthod konnte der Schwan am Freitag wieder ausgewildert werden.
Der Vorfall hatte damals für grosses Aufsehen gesorgt. Weil der Schwan auf dem Tram sass und keine Anstalten machte, seinen Platz zu räumen, musste der Verkehr auf den Linien 14 und 18 vorübergehend unterbrochen werden.
Sechs Stiche am Schnabel
Beim Sturz zog sich der Schwan dann aber mehrere Verletzungen zu. Besonders betroffen war der schwarze Höcker an der Schnabelwurzel. «Eine Wunde an der Basis des Höckers führte dazu, dass sich dieser teilweise ablöste», erklärt Tierärztin Sonia Antoine vom Vogelpflegezentrum.
Zusätzlich hatte der Schwan eine weitere Schnittwunde im selben Bereich und eine kleine Verletzung an einem Bein. Die Tierärzte mussten sechs Stiche setzen. Glücklicherweise waren alle Verletzungen oberflächlich. Laut Antoine können sie durch ein dünnes Kabel am Tram oder eine hervorstehende Metallkante auf dem Dach entstanden sein.
Zurück ins Wasser im «Single-Viertel»
Nach drei Wochen Pflege war der Schwan wieder fit. Am Freitagvormittag wurde er in der Rhone nahe der Pont des Bergues in Genf freigelassen. Die Experten wählten den Ort bewusst aus. Sie nennen den Abschnitt unterhalb des Genfer Hafenbeckens scherzhaft «Single-Ecke», weil dort vor allem Schwäne leben, die keinen Partner haben.
«Diese Tiere tolerieren ihre Artgenossen normalerweise recht gut», erklärt Antoine. Bei Schwanenpaaren sei das anders. Sie verteidigten ihr Revier oft sehr energisch gegen andere Schwäne. Deshalb sollte der junge Schwan nicht in einem Gebiet ausgesetzt werden, in dem bereits Paare leben.
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David Ramseyer est journaliste à la rédaction genevoise de 20 minutes depuis 2014. Il traite notamment des thématiques liées à la sécurité, à la mobilité et au développement durable. Il a auparavant travaillé à Léman Bleu ainsi qu'à Radio Lac.
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