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Thursday, October 15, 2026

Berlin und Düsseldorf vorn: Studie: Mietpreise steigen in Deutschland wieder schneller

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Berlin und Düsseldorf vornStudie: Mietpreise steigen in Deutschland wieder schneller

15.10.2026, 07:14 Uhr

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München bleibt die teuerste Stadt Deutschlands. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Die Wohnungssuche in Deutschland wird immer teurer. Laut einer neuen Studie steigen die Mieten so stark wie seit Anfang 2025 nicht mehr. Vor allem Bestandswohnungen verteuern sich. In einigen Großstädten fällt der Anstieg besonders kräftig aus.

Der Anstieg der Wohnungsmieten hat sich beschleunigt. Im dritten Quartal stiegen die Mieten von angebotenen Wohnungen ohne Berücksichtigung der Inflation um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) mitteilte. Demnach handelt es sich um den stärksten Anstieg seit Anfang 2025. Unter den acht größten deutschen Städten verteuerten sich die Mieten am stärksten in Berlin und Düsseldorf. Sie legten um 2,1 bzw. 2 Prozent zu.

Im zweiten Quartal waren die Angebotsmieten dem Kiel Institut zufolge nominal um 0,8 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lagen die Mieten von Juli bis September ohne Berücksichtigung der Inflation 3,7 Prozent höher. Der Wohnungsmarktexperte Jonas Zdrzalek vom Kiel Institut sagte, die Mietpreisdynamik nehme wieder leicht zu. Vergleichsweise stark entwickelten sich die Preise bei Bestandswohnungen. Das sind bereits bewohnte Wohnungen, die in der Tendenz günstiger sind als Neubauwohnungen.

So legten die Mieten für Bestandswohnungen im Sommerquartal um 1,2 Prozent zu, jene für Neubauten um 0,6 Prozent. Als mögliche Erklärung nennt das Institut, dass sich bei den hohen Preisen nur ein kleinerer Kreis von Haushalten Neubauwohnungen leisten kann. Den Daten zufolge bleiben Neubauwohnungen in den größten Städten im Schnitt 14 Tage länger auf dem Markt als Bestandswohnungen.

Größter Anstieg in Hamburg

Die Betrachtung des Vorjahreszeitraums klammert, anders als der Vergleich zum Vorquartal, saisonale Effekte auf dem Wohnungsmarkt aus. Im Jahresvergleich sind die Mieten mit 6,7 Prozent am stärksten in Hamburg gestiegen. Außerhalb der acht größten Städte legten die Mieten in Bochum, Augsburg und Mannheim am kräftigsten zu. Das Plus in den drei Städten lag zwischen 6,3 und 5 Prozent. Gründe der Entwicklung wurden nicht genannt.

Die teuerste Stadt Deutschlands bleibt mit großem Abstand München mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 23,70 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt am Main (17,90 Euro) und Hamburg (16,50 Euro). Die günstigste im Index erfasste Stadt ist Chemnitz mit 6,30 Euro.

Die steigenden Mieten bestimmen auch die politischen Debatten. Die Linkspartei - die aus der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus als stärkste Partei hervorgegangen ist - will große private Wohnungsunternehmen vergesellschaften. Vonovia und die Tochter Deutsche Wohnen verfügen in der Hauptstadt und Umgebung über rund 138.000 Wohnungen.

Zu beachten ist, dass das Kiel Institut nach eigenen Angaben die Mieten in 37 Städten und Regionen auswertet. Darunter sind die 30 bevölkerungsreichsten Städte des Landes. Der Mietpreisindex Greix gibt daher vor allem einen Überblick, wie sich Mieten in Großstädten entwickeln. Der Mietpreisindex setzt sich aus Immobilienmarktdaten aus mehr als 100 Quellen zusammen.

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